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Terrorverdächtige : Drei mutmaßliche Qaida-Mitglieder festgenommen

Polizisten vor einem Haus in Düsseldorf, in dem einer der Festgenommenen gewohnt haben soll Bild: dpa

Das Bundeskriminalamt hat drei mutmaßliche Mitglieder der Terrorgruppe Al Qaida festgenommen. Sie sollen einen Anschlag in Deutschland geplant haben. Nach Informationen der F.A.Z. stammen sie aus Bochum, Essen und Düsseldorf.

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          Beamte des Bundeskriminalamts haben am Freitag drei mutmaßliche Mitglieder der Terror-Organisation Al Qaida festgenommen. Wie die Bundesanwaltschaft mitteilte, sollen die Verdächtigen an diesem Samstag dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden. Sie sollen einen größeren Anschlag in Deutschland geplant haben.

          Katharina Iskandar

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Reinhard Müller

          Verantwortlicher Redakteur für „Zeitgeschehen“ und F.A.Z. Einspruch, zuständig für „Staat und Recht“.

          Nach Informationen der F.A.Z. stammen die Verdächtigen aus Bochum, Essen und Düsseldorf. Sie wurden in Marokko geboren, besitzen aber wohl die deutsche Staatsbürgerschaft. Zudem gehören sie offenbar dem engsten Kreis von Al Qaida in Deutschland an. Mindestens einer der mutmaßlichen Attentäter soll in einem Terror-Camp ausgebildet worden sein. Außer diesen drei Verdächtigen soll es noch vier weitere Kontaktpersonen gegeben haben. Beamte des Bundeskriminalamtes haben insgesamt sieben Objekte durchsucht. Dabei sollen größere Mengen Sprengstoff sichergestellt worden sein.

          Offenbar keine unmittelbare Gefährdung

          Wie aus Sicherheitskreisen zu hören ist, waren die Anschlagsvorbereitungen schon fortgeschritten. Eine unmittelbare Gefährdung habe es aber nicht gegeben. Offenbar war ein „Testlauf“ geplant, der am Freitag stattfinden sollte, dann aber verschoben worden war. Daraufhin haben die Ermittler des Bundeskriminalamts zugegriffen. Im nächsten Schritt war offenbar der Bau einer Bombe geplant. Dem Vernehmen nach sollten die geplanten Anschläge von einem ähnlichen Ausmaß sein wie die von der Sauerland-Gruppe geplanten. 2007 war ein Anschlag dieser Gruppe vereitelt worden.

          Am Samstag sollen die Terrorverdächtigen dem Bundesgerichtshof vorgeführt werden

          Die Sicherheitsbehörden hatten die mutmaßlichen Terroristen offenbar schon über einen längeren Zeitraum beobachtet. Auf die Spur gekommen sind sie der Gruppe durch die Überwachung von Mobiltelefonen und Computern. Zudem habe es offenbar auch weitere Hinweise gegeben. Im Zusammenhang mit Al Qaida in Deutschland gab es in der Vergangenheit immer wieder Informationen, dass Anschläge geplant seien, unter anderem auch durch Ankündigungen des Dschihadisten Bekkay Harrach. Der Marokkaner aus Bonn gehörte ebenfalls zu Al Qaida; im Jahr 2010 wurde er bei Gefechten in Afghanistan getötet.

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