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Terroranschlag in Hanau : AfD sagt Veranstaltung ab

  • Aktualisiert am

Polizei und Spurensicherung sichern am Donnerstagabend den Tatort. Bild: dpa

Einen „Vor-Aschermittwoch“ findet die AfD in Hanau als nicht mehr angemessen. Auch die geplante Gegendemonstration wird abgesagt. Der Hanauer Oberbürgermeister sagt, die Opfer seien keine „Fremden“ gewesen.

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          Nach dem Terroranschlag in Hanau hat die AfD eine für Freitag geplante Veranstaltung in der Stadt abgesagt. Es habe sich dabei um einen seit längerem geplanten politischen „Vor-Aschermittwoch“ gehandelt, sagte der Sprecher des AfD-Ortsverbandes Hanau und Großkrotzenburg, Harald Walter. Angesichts der Ereignisse in Hanau wäre so eine Veranstaltung aber nicht passend gewesen, begründete er die Absage. Zuvor hatte die Stadt Hanau mitgeteilt, dass neben der AfD-Veranstaltung auch eine Gegendemonstration abgesagt worden sei.

          Hanauers Oberbürgermeisters Claus Kaminsky (SPD) äußerte sich am Freitagmittag kritisch zu der medialen Darstellung der Opfer. Die rassistisch motivierten Morde von Hanau sollten nicht als fremdenfeindlich bezeichnet werden. „Diejenigen, die hier in Hanau ermordet wurden, waren keine Fremden“, sagte Kaminsky. In der Stadt hätten viele Menschen einen sogenannten Migrationshintergrund. „Das sind alle keine Fremden“, betonte er in seiner emotionalen Erklärung: „Mitbürgerinnen und Mitbürger sind zu Tode gekommen.“

          Er versucht außerdem, Tathintergründe zu verstehen. „Neben dem psychopatischen Anteil ist Rassismus und Hass die Spurder Erklärung“, sagte Kaminsky. Er sei beeindruckt von der weltweiten Anteilnahme an der Trauer um die Toten und äußerte: „Dafür sind wir unendlich dankbar.“

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