https://www.faz.net/-gpf-8wszj

Vereitelter Anschlag : Terror-Verdächtiger hatte russische Botschaft in Berlin im Visier

  • Aktualisiert am

Russische Botschaft in Berlin Bild: dpa

Sein potentielles Ziel war offenbar die russische Botschaft in Berlin: Gegen den Terrorverdächtigen, der am Wochenende in Sachsen festgenommen wurde, ist bislang kein Haftbefehl erlassen worden.

          1 Min.

          Ein Terror-Verdächtiger, der in einer Flüchtlingsunterkunft bei Leipzig festgenommen worden war, soll einen Anschlag auf die russische Botschaft in Berlin geplant haben. Das teilte die zuständige Dresdner Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Der 24 Jahre alte Marokkaner ist sich seit Samstag im Polizeigewahrsam. Haftbefehl sei bislang nicht erlassen worden.

          Gegen ihn wird wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat ermittelt. Die Staatsanwaltschaft gehe „von einem potenziellen Ziel russische Botschaft in Berlin“ aus. Dem 24-Jährigen wird zudem zur Last gelegt, für eine Bombendrohung gegen eine Berufsschule in Borsdorf bei Leipzig verantwortlich zu sein.

          Nach dem Anschlag in St. Petersburg hat der russische Geheimdienst vor neuen Attentaten in Russland gewarnt. Die
          Sicherheitsbehörden hätten Hinweise, dass Terrorgruppen wie der Islamische Staat Anschläge in Russland und anderen Ländern planen würden, sagte der Chef des Inlandsgeheimdienstes FSB sowie des Nationalen Anti-Terror-Komitees, Alexander Bortnikow, am Dienstag in Moskau.

          Bei einer Bombenexplosion in der Metro in der Millionenstadt St. Petersburg waren am 3. April 14 Menschen getötet und rund 50 verletzt worden. Ermittler gehen von einem 22-jährigen Mann aus Kirgistan als Attentäter aus. Der Verdächtige wurde bei der Explosion selbst getötet. Bortnikow sagte der Agentur Interfax zufolge, seitdem seien acht Verdächtige mit mutmaßlichen Verbindungen zu Terrorgruppen festgenommen worden. Alle stammen demnach aus den überwiegend muslimisch geprägten Ex-Sowjetrepubliken Zentralasiens.

          Weitere Themen

          Die Bundes-Notbremse ist schädlich

          Corona-Politik : Die Bundes-Notbremse ist schädlich

          Das Gesetz über bundeseinheitliche Regeln zur Bekämpfung der Pandemie schafft keine Möglichkeiten, die es nicht schon gibt. Aber es nimmt den Landkreisen die Chance zum flexiblen Handeln. Ein Gastbeitrag.

          Topmeldungen

          Impfzentrum in Gera, aufgenommen Mitte März.

          Beschämende Impfbilanz : Das Haus, das Verrückte macht

          Die deutsche Impfbilanz ist beschämend, die Kampagne kommt viel langsamer voran als es nötig wäre. Aber die Politiker stört ihr Unvermögen offenbar noch nicht einmal. Darin liegt der eigentliche Affront.
          Amerikanische Soldaten im August 2015 in der afghanischen Provinz Nangarhar

          Amerikas Abzug aus Afghanistan : Erschöpfte Kapitulation?

          Joe Biden will in Kürze den Abzug der Soldaten aus Afghanistan verkünden. Der Einsatz dort gilt als gescheitert, die Zukunft ohne amerikanische Truppen ist ungewiss.
          Leere Bänke und Tische vor einer Kneipe in Halle/Saale am 12. April

          Corona-Politik : Die Bundes-Notbremse ist schädlich

          Das Gesetz über bundeseinheitliche Regeln zur Bekämpfung der Pandemie schafft keine Möglichkeiten, die es nicht schon gibt. Aber es nimmt den Landkreisen die Chance zum flexiblen Handeln. Ein Gastbeitrag.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.