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„Taubernuss“ : Kubicki verspottet CDU-Generalsekretär

  • Aktualisiert am

Wolfgang Kubicki (links) verteidigt seinen Parteichef Christian Lindner. Bild: dpa

Eigentlich würden CDU und FDP nach der Wahl gerne wieder gemeinsam regieren. Nach der großen Liebe klingt es gerade aber nicht zwischen den beiden Parteien.

          FDP-Bundesvize Wolfgang Kubicki hat CDU-Generalsekretär Peter Tauber für dessen Attacken gegen FDP-Chef Christian Lindner scharf kritisiert. „Mit seinen unverschämten Äußerungen hat sich Herr Tauber als ernstzunehmender Gesprächspartner endgültig disqualifiziert“, erklärte Kubicki am frühen Sonntagmorgen. „Der CDU-Generalsekretär ist und bleibt eine Taubernuss.“

          Tauber hatte in der „Bild am Sonntag“ gesagt, Lindner tue mit seinem „selbstherrlichen Auftreten“ derzeit alles dafür, dass die FDP es wieder nicht in den Bundestag schaffe. Lindners Auftreten erinnere ihn an den stellvertretenden AfD-Parteichef Alexander Gauland, betonte Tauber. „Er redet teilweise wie Herr Gauland von der AfD. Der einzige Unterschied besteht darin, dass er statt eines abgewetzten Tweed-Sakkos einen überteuerten Maßanzug trägt.“ Letztlich sagte Tauber aber auch etwas positives über die FDP: Ein weiteres Scheitern der FDP würde er bedauern: „Es braucht grundsätzlich liberale Politik in diesem Land. Aber die FDP muss sie halt auch machen.“

          Für den Kieler FDP-Fraktionschef Kubicki zeigen Taubers Äußerungen „einerseits die Nervosität der CDU vor den Wahlen, andererseits, wie tief diese Partei inzwischen gesunken ist“. Wer einfordere, dass der Rechtsstaat die geltenden Gesetze auch durchsetze, werde in die rechte Ecke gestellt. „Die CDU offenbart damit ein gebrochenes Verhältnis zum Recht.“ Beim Dreikönigstreffen der Liberalen in Stuttgart hatte Lindner seine Kritik an der Flüchtlings- und Sicherheitspolitik der Union bekräftigt.

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