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Tatjana Festerling : Ehemalige Pegida-Frontfrau soll 120 Tage Haft antreten

  • Aktualisiert am

Tatjana Festerling hält, noch zu ihrer Zeit an der Spitze der Pegida, eine Rede im Rahmen einer Veranstaltung gegen Migranten in Warschau im Februar 2016 Bild: Reuters

Ehemals an der Spitze von Pegida, soll Tatjana Festerling nun wegen Volksverhetzung und Beleidigung in Haft. Auf Facebook hatte sie noch um Spenden gebeten, um eine geforderte Geldstrafe bezahlen zu können.

          Die ehemalige Pegida-Frontfrau und Dresdner Oberbürgermeister-Kandidatin Tatjana Festerling soll einem Zeitungsbericht zufolge ins Gefängnis. Hintergrund sei ein nicht bezahlter Strafbefehl wegen Hetze und Beleidigung, berichtete die Dresdner Morgenpost am Donnerstag. Nun habe sie von der Vollzugsabteilung die Ladung zum Haftantritt im Chemnitzer Frauengefängnis bekommen.

          Bis spätestens 9. April soll sich die 54 Jahre alte Festerling sich dem Bericht zufolge zum Antritt von 120 Tagen melden. Das Dresdner Amtsgericht hatte der „Morgenpost“ zufolge Mitte Oktober 2017 Festerling 120 Tagessätze zu je 25 Euro für zweimal Volksverhetzung und einmal Beleidigung auferlegt. Mit der Verfahrensgebühr wären das dem Bericht zufolge 3.073,50 Euro. Doch Festerling habe nicht gezahlt, hieß es.

          Laut Angaben der Bild-Zeitung bat Festerling auf Facebook um Spenden, um die geforderte Geldsumme doch noch aufbringen zu können und ihre Haft nicht antreten zu müssen. Die ehemalige Pegida-Frontfrau hatte ihren Fall öffentlich gemacht und ihren Strafbefehl online gepostet. Diesem waren umstrittene Äußerungen über Flüchtlinge und Politiker vorausgegangen.

          Die Morgenpost zitiert Festerling unter anderem aus ihrer Rede auf einer Demonstration der asyl- und fremdenfeindlichen Pegida in Dresden: „Die muslimischen Wurfmaschinen gebären auf Teufel komm raus.“ Anfang 2017 soll sie in Bezug auf Migranten getwittert haben: „Schießen! Draufhalten, was sonst?“

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