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„Tag der Heimat“ : Gauck mahnt zu Geduld bei Integration von Flüchtlingen

  • Aktualisiert am

Fordert Geduld bei der Integration der Flüchtlinge: Bundespräsident Gauck am Samstag beim „Tag der Heimat“ des Bundes der Vertriebenen in Berlin Bild: dpa

14 Millionen Deutsche sind nach dem Zweiten Weltkrieg aus ihrer Heimat geflohen oder vertrieben worden. Mehr als 70 Jahre später geht es um die Eingliederung Hunderttausender Flüchtlinge. Vor Deutschland stehe noch viel Arbeit, sagt der Bundespräsident.

          Bundespräsident Joachim Gauck hat Geduld bei der Integration von Flüchtlingen angemahnt. „Es braucht Zeit, Flüchtlinge in eine Gesellschaft einzugliedern, und es braucht Zeit, Einheimische an eine sich verändernde Gesellschaft zu gewöhnen“, sagte Gauck am Samstag laut Redemanuskript beim „Tag der Heimat“ des Bundes der Vertriebenen in Berlin. Nötig sei ein „langer Atem“.

          Gauck verwies darauf, dass auch die Integration der deutschen Vertriebenen „keineswegs immer eine Erfolgsgeschichte“ gewesen sei. Obwohl sie Deutsche waren, seien sie oft „auf Kälte und Ablehnung“ gestoßen. Es habe ihn beeindruckt, dass vertriebene Deutsche sich in den vergangenen Monaten mit Flüchtlingen ausgetauscht und um gegenseitiges Verständnis geworben hätten.

          Der Bundespräsident zeigte sich überzeugt, dass die Flüchtlingskrise Deutschland verändert. „Und doch werden wir auch bleiben, wer wir sind, weil wir entschlossen sind, diesen Prozess zu gestalten“, sagte Gauck. Deutschlands „Markenzeichen“ bleibe eine „Haltung der Offenheit, Hilfsbereitschaft und Mitmenschlichkeit gegenüber Verfolgten, Vertriebenen und Entrechteten“.

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