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Tag der Einheit : Mut, der die Deutschen verbindet

So nimmt die Künstlerin Wasja Götze die Grenze wahr, die einst Deutschland in Ost und West trennte. Ihr Werk, „Die reizende Mauer“ aus dem Jahr 1988 ist derzeit in der Ausstellung „Point of no return“ im Museum der bildenden Künste in Leipzig (noch bis 3. November) zu sehen. Bild: Künstler

Die Überwindung der deutschen Teilung ist von neuer Spaltung bedroht. Weder von links noch von rechts sollte man sich aber die Freund-Feind-Kategorien aufzwingen lassen.

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          Knapp dreißig Jahre nach dem Mauerfall wird in Kiel die deutsche Einheit mit der Feststellung gefeiert: „Mut verbindet“. Damit ist in erster Linie der Mut der Deutschen in der DDR angesprochen, die SED-Herrschaft abzuschütteln und eine Verbindung zum Westen zu suchen. Gemeint ist aber auch der Mut, diese Gelegenheit im Sinne des im Grundgesetz verankerten Gebots zur Wiedervereinigung im Stil Helmut Kohls zu ergreifen.

          Und schließlich schlägt das Motto der Feierlichkeiten, das ist wohl sein eigentlicher Zweck, einen Bogen in die Gegenwart und soll sagen: Nur wer Mut hat, bewältigt auch die Spätfolgen der deutschen Teilung, die sich in Landtagswahlen, aufgeladen durch neue Herausforderungen, in einer neuen Spaltung äußern – hier die Freunde, dort die Feinde der Demokratie der Bundesrepublik.

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