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Synodaler Weg : Kirche in Not

Michael Gerber, Bischof von Fulda, Stanislaw Budzik, Erzbischof von Lublin in Polen, und Erzbischof Nikola Eterovic, Apostolischer Nuntius in Deutschland, beim Eröffnungsgottesdienst der Deutschen Bischofskonferenz im September. Bild: dpa

Die katholische Kirche will in der Gegenwart ankommen. Doch welcher Weg führt dorthin? Darüber zerstreiten sich die Akteure. Und die Kirchen leeren sich.

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          Es lag fast ein Zauber in der Luft, als sich die mehr als zweihundert Mitglieder des katholischen Reformprojektes „Synodaler Weg“ erstmals im Februar 2020 in Frankfurt am Main versammelten. Mochte der Missbrauchsskandal der Anlass gewesen sein, um die systemischen Ursachen dieser Form von Gewalt in den Blick zu nehmen, so ging es längst um mehr. Eine „glaubwürdige und authentische Gestalt“ von Kirche sollte die Botschaft des Evangeliums und damit den Glauben nicht länger verdunkeln, wie es der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf vor wenigen Tagen in Erinnerung rief.

          Tatsächlich schien diese Gestalt schon in Frankfurt Form anzunehmen. Bischöfe und Laien saßen nicht getrennt voneinander, sondern in alphabetischer Reihenfolge und in mitunter recht animierenden Konstellationen nebeneinander. Moderiert wurden die Beratungen von Frauen und Männern, ganz so, als habe man von der evangelischen Kirche gelernt. Auch der Papst kam nicht zu kurz: Gerade junge Synodale, aber auch manche Priester sprachen mit jener Freimut, die Franziskus gerne als Kardinaltugend eines jeden Christenmenschen preist.

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