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Interview mit Stuttgarts OB : „Das Spiel einseitiger Schuldzuweisungen machen wir nicht mit“

Polizeieinheiten sammelten sich, um gegen Randalierer vorzugehen. Bild: dpa

Oberbürgermeister Fritz Kuhn weist die Kritik an der Stuttgarter Sicherheitspolitik im F.A.Z.-Interview zurück und sieht die falsche Lageeinschätzung bei der Polizei. Über die Ursachen der Gewalt und die Haltung der Grünen zum Gewaltmonopol.

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          Herr Oberbürgermeister, was wissen Sie fünf Tage nach den schwersten Krawallen, die Stuttgart je erlebt hat, über die Ursachen?

          Rüdiger Soldt
          Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.

          Das war für die Stadt ein schwerer Schock. Wir sind konfrontiert worden mit großer Gewaltbereitschaft. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen schweren Landfriedensbruchs und einer versuchten Tötung. Das sind schwerste Gewalttaten, die für die zumeist jugendlichen, männlichen Gewalttäter erhebliche strafrechtliche Konsequenzen haben müssen. Leider baut sich schon länger eine Aggressivität gegen Polizisten, Sanitäter und Feuerwehrleute auf. Das merken alle Oberbürgermeister. Es scheint sich um eine Mischung aus einer hohen Grundaggressivität, starkem Alkoholkonsum und der voyeuristischen Freude zu handeln, Videos über Gewalttaten in den sozialen Medien zu veröffentlichen.

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