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Urteil in Stuttgart : Islamist wegen Massakers in Syrien verurteilt

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Die Angeklagten im Stuttgarter Terrorprozess am Montag im Gerichtssaal Bild: dpa

Zwei Menschen soll ein Islamist auf einer Müllkippe in Syrien ermordet haben und muss deshalb lebenslang hinter Gitter. Auch drei Gleichgesinnte sollen mehrere Jahre ins Gefängnis.

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          Nach einem Massaker auf einer Müllkippe in Syrien ist ein Terrorkämpfer in Stuttgart zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Die Kammer sah es am Montag als erwiesen an, dass der 1988 geborene Mann zwei Menschen ermordet hat und an weiteren 17 Morden beteiligt war. Der Senat stellte bei ihm außerdem die besondere Schwere der Schuld fest. Damit ist nicht absehbar, ob und wann der Syrer wieder auf freien Fuß kommt.

          Drei frühere Gleichgesinnte aus der früheren Kampfeinheit der radikal-islamistischen Terrororganisation Dschabhat al-Nusra müssen für mehrere Jahre hinter Gitter, wie der Staatsschutzsenat am Oberlandesgericht entschied. Mindestens einer von ihnen soll ebenfalls an dem Massaker beteiligt gewesen sein.

          Die Männer hatten nach Zeugenaussagen im Frühjahr 2013 auf einer Müllkippe in der Nähe von Tabka mindestens 19 Menschen getötet – Angehörige der syrischen Polizei, Sicherheitsleute und syrische Armeeangehörige, die zuvor bei der Eroberung der Stadt Rakka gefangen genommen worden waren. Die nun verurteilten Männer kamen später als Flüchtlinge nach Europa. Sie lebten zuletzt in Leimen bei Heidelberg, Berlin, Reiskirchen nahe Gießen und Düsseldorf.

          Dschabhat al-Nusra gilt als radikal-islamistische Organisation. Ihr Ziel ist es, den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad zu stürzen und einen auf islamischem Recht basierenden Gottesstaat zu errichten.

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