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Studie zu Populismus : Auslöser, nicht Ursache

  • -Aktualisiert am

Ohne Flüchtlingswelle des Jahres 2015 undenkbar: Der Aufstieg der AfD – hier eine Demonstration am 1. September in Chemnitz. Bild: dpa

Die Ursache von Rechtspopulismus ist nicht in der wachsenden Migration zu finden – sagt eine neue Studie aus Dresden. Eine strengere Asylpolitik allein wird demnach nicht zu weniger Populismus führen.

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          Populistische Parteien und Bewegungen haben seit einigen Jahren weltweit einen Lauf. In Europa stellen sie Regierungen wie in Italien, Polen, Ungarn oder der Tschechischen Republik und in Deutschland die größte Oppositionspartei im Bundestag. Seit den Wahlen in Bayern und Hessen ist die AfD auch in allen deutschen Landesparlamenten vertreten.

          Stefan Locke

          Korrespondent für Sachsen und Thüringen mit Sitz in Dresden.

          Der Populismus gehöre spätestens seit den neunziger Jahren zum festen Bestandteil der europäischen Parteienlandschaft, habe jedoch im vergangenen Jahrzehnt einen Aufschwung erfahren, schreiben die Autoren der Studie „Migration und Populismus“ des Forums Migration und Demokratie (MIDEM) an der Technischen Universität Dresden. Im Jahr 2000 hatten etwa sechs Prozent der Europäer Populisten gewählt, 2017 hat sich dieser Anteil verdreifacht. Das blieb nicht ohne Folgen für die Politik: Die jahrzehntelang übliche Lagertrennung in links und rechts ist vorbei, einst große Parteien sind pulverisiert, die Parteienlandschaften sind fast überall zersplittert, ganze Staaten sind unter Druck.

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