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Sächsische Corona-Studie : Schulschließungen wegen Corona für Kinder dramatisch

Eine Mehrheit der Schüler hat unter dem Verlust eines strukturierten Tages und dem fehlenden Kontakt mit Gleichaltrigen während des Lockdowns schwer gelitten, zeigt eine sächsische Studie. Bild: Edgar Schoepal

Die gesundheitlichen und psychosozialen Folgen seien für Schüler schwerwiegend, so das Ergebnis einer Studie. Vor allem Mädchen machten sich große Sorgen um ihre Familie – und verlören so an Lebensqualität.

  • -Aktualisiert am
          4 Min.

          Die Zahl der Corona-Infektionen an Schulen vor der Sommerpause war sehr gering, viel größer dagegen sind die Folgen der Schulschließungen vor allem für Kinder aus sozial schwachen Familien. Zu diesen Ergebnissen kommt die zweite von Sachsens Bildungsministerium in Auftrag gegebene Studie zu Corona-Infektionen an Schulen, die am Montag in Dresden vorgestellt wurde. Der Freistaat hatte Ende April als erstes Bundesland die Schulen wieder geöffnet und lässt diesen Prozess wissenschaftlich begleiten.

          Stefan Locke

          Korrespondent für Sachsen und Thüringen mit Sitz in Dresden.

          In der nun vorliegenden Studie untersuchte die Universitätsklinik Leipzig im Mai und Juni knapp 1900 Schüler und gut 800 Lehrer an 18 Schulen in fünf sächsischen Städten, darunter auch in Zwickau, dem am schwersten von Corona betroffenen Landkreis Sachsens. Insgesamt baten die Forscher an zehn zufällig ausgewählten Grundschulen und neun Gymnasien Schüler und Personal um Proben, wobei die Beteiligungsraten zwischen 20 und 80 Prozent lagen. Bei den Probanden wurden sowohl Rachenabstriche gemacht als auch Blut abgenommen, um eine überstandene Infektion zu erkennen.

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