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Streit um Haushaltsrede : Die Linke ist am Ende – mit Wagenknecht oder ohne

  • -Aktualisiert am

Sahra Wagenknecht am 8. September in der Haushaltsdebatte im Bundestag Bild: dpa

Sahra Wagenknecht kann nicht nur die Linksfraktion zerstören, sondern die ganze Partei. Soll sie nur. In diesem Zustand ist die Linke schon jetzt Geschichte.

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          Es war ein Eklat mit Ansage: Ausgerechnet die Putin-Apologetin Sahra Wagenknecht durfte für die Linkspartei in der Haushaltdebatte sprechen – und lieferte Erwartbares. Nicht den russischen Diktator zieh sie der Aggression, sondern die Ampelkoalition. Einen „Wirtschaftskrieg“ gegen Russland habe die „dümmste Regierung in Europa“ vom Zaun gebrochen, sagte sie und forderte, die „fatalen Wirtschaftssanktionen“ zu beenden und mit Moskau über eine Wiederaufnahme der Gaslieferungen zu verhandeln. Das war nicht nur gegen die Parteilinie, sondern feinste Kreml-Propaganda, die bei der AfD für Begeisterung sorgte. Den Gemäßigten in der Linken aber trieb sie die Schamesröte auf die Wangen.

          Seither befindet sich die Linke, die ohnehin nur durch ihre Direktmandate wieder in den Bundestag eingezogen ist, endgültig in Selbstauflösung. Immer mehr prominente Mitglieder verlassen aus Protest die Partei – doch man sollte sich nicht täuschen: Wagenknecht und ihre russlanddienerische Haltung haben noch immer viele Fans – in der Fraktion, aber auch an der Basis. Sie gegen die eigene Parteispitze aufzustacheln, ohne Rücksicht auf (rechts-)populistische Verluste, gehört seit Langem zum Geschäftsmodell von Wagenknecht und ihrem Mann Oskar Lafontaine.

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