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Ringen um die Paulskirche : Wem gehört Schwarz-Rot-Gold?

Hier enstand die erste demokratische Verfassung Deutschlands: Die Paulskirche in Frankfurt Bild: dpa

Bundespräsident Steinmeier will die stark renovierungsbedürftige Paulskirche in Frankfurt zum zentralen Erinnerungsort der deutschen Demokratiegeschichte machen. Doch auch die AfD erhebt Anspruch auf diese Tradition.

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          Die Vereinigung „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“ hat sich den Schutz der freiheitlich-demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik auf die Fahnen geschrieben. Hier soll sich die demokratische Erfolgsgeschichte Deutschlands verbinden mit den Farben, die vielen Bundesbürgern jahrzehntelang suspekt waren oder es heute noch sind. Ein Verein, gegründet in der Weimarer Republik zur Verteidigung der noch jungen Demokratie. Das „Reichsbanner“ ist überparteilich, in der Praxis aber wird es von Sozialdemokraten dominiert. Vorsitzender ist Johannes Kahrs.

          Eckart Lohse
          Leiter der Parlamentsredaktion in Berlin.
          Markus Wehner
          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Bis zum 5. Mai, als der SPD-Bundestagsabgeordnete überraschend sein Mandat niederlegte, hatte Kahrs für unzählige politische Projekte das Geld besorgt. Auch für die Wiege der schwarz-rot-goldenen Flagge, die Paulskirche in Frankfurt. Hier hatten 1848 und 1849 die Delegierten der Frankfurter Nationalversammlung getagt, der ersten Volksvertretung für ganz Deutschland, und die Fahne zu offiziellen Bundesfarben gekürt. Frank-Walter Steinmeier, Bundespräsident, ebenfalls Kämpfer für den guten Ruf von Schwarz-Rot-Gold und Sozialdemokrat mit ruhender Parteimitgliedschaft, soll den Genossen und einflussreichsten Haushaltspolitiker des Bundestages Johannes Kahrs angesprochen haben. Ob er sich mal um die Paulskirche kümmern könne. Kahrs kümmerte sich.

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