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Streit um Kosten : Laschet: Reisende aus Risikogebieten sollen Virustests selbst zahlen

  • Aktualisiert am

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet Bild: dpa

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident will Reiserückkehrer aus Risikogebieten für Corona-Tests zur Kasse bitten. Kostenlose Tests könnten keine Dauerlösung sein. Für Quarantänebrecher fordert er harte Strafen.

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          Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident hat sich dagegen ausgesprochen, dass die verpflichtenden Corona-Tests für Reisende aus Risikogebieten dauerhaft kostenlos bleiben. Solche Tests sollten „mittelfristig ähnlich wie Flughafengebühren auf den Reisepreis aufgeschlagen werden“, sagte Laschet den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Es ist nicht akzeptabel, dass dies auf Dauer die Allgemeinheit bezahlt.“ Derzeit gehe es allerdings darum, mit kostenlosen Pflichttests konsequent und schnell zu handeln. Zuvor hatte bereits das NRW-Gesundheitsministerium von Reisenden aus Corona-Risikogebieten eine Beteiligung an den Kosten der Tests gefordert.

          Laschet (CDU) plädiert zudem für konsequente Strafen für Quarantänebrecher. „Wer sich nicht an eine verhängte Quarantäne hält, gefährdet absichtlich die Gesundheit anderer“, sagte Laschet den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag). „Diesen Regelbruch werden wir konsequenter ahnden.“ Nötig sei eine Vollzugsoffensive. Das schütze am Ende alle, gerade auch die vielen Vernünftigen. Der gesetzlich mögliche Rahmen für Bußgelder reiche dabei bis zu einer Höhe von 25.000 Euro, betonte er.

          In Nordrhein-Westfalen sollen ab Montag die Bahn, Ordnungsämter und Verkehrsunternehmen die Einhaltung der Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr kontrollieren. Wer ohne Maske im öffentlichen Nahverkehr angetroffen wird, dem droht in Nordrhein-Westfalen seit 12. August ein Bußgeld von 150 Euro, das auf der Stelle erhoben werden kann.

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