https://www.faz.net/-gpf-80nwt

Streit in der Linkspartei : Folgen einer Niederlage

Vorzeigefrau der Linkspartei: Sahra Wagenknecht Bild: dpa

Sahra Wagenknecht konnte sich nicht gegen Gregor Gysi durchsetzen. Wie auch: Der alte Fuchs steht unter Zeitdruck.

          Das ist ein schwerer Schlag für die Frauenbewegung. An dem Tag, an dem der Bundestag laut Frauenministerin Schwesig einen „historischen Schritt“ beim Unterbringen von Frauen in Aufsichtsräten getan hat, tritt die Vorzeigefrau der Linkspartei von ihrer Absicht zurück, gleichberechtigte Fraktionsvorsitzende neben dem Obermacho Gysi zu werden.

          Der alte Fuchs hatte die Fraktion bei der jüngsten Abstimmung über die Griechenlandhilfe gegen den Widerstand Wagenknechts im doppelten Sinne auf Regierungskurs gebracht: auch auf seinen Kurs, der auf eine Beteiligung an der nächsten Bundesregierung zielt. Gysi geht schließlich auf die Siebzig zu, da pressiert es langsam, wenn man noch einmal Minister werden will. Wagenknecht hat dafür noch reichlich Zeit, die sie mit linker Fundamentalopposition füllen will.

          Im Machtkampf mit Gysi über die strategische Ausrichtung der Linkspartei mussten Wagenknecht und die rote Eminenz an ihrer Seite eine weitere Niederlage einstecken. Jetzt schmollt sie. Doch ist auch in diesem Streit in der Linkspartei noch nicht aller Tage Abend.

          Weitere Themen

          Abe verfehlt Zwei-Drittel-Mehrheit Video-Seite öffnen

          Oberhauswahl in Japan : Abe verfehlt Zwei-Drittel-Mehrheit

          Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe hat bei der Oberhauswahl die für eine Verfassungsänderung notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit verfehlt. Seine Liberaldemokratische Partei (LDP) holte zusammen mit dem kleineren Koalitionspartner Komeito 71 der neu vergebenen 124 Sitze.

          Topmeldungen

          Des einen Freud’: Der Bund gibt viel Geld für Pensionen aus.

          Beamte im Ruhestand : Die Pensionslasten steigen um 70 Milliarden Euro

          Den Bund kommen die Gehälter und Beihilfen für seine Beamten im Ruhestand immer teurer zu stehen. Inzwischen rechnet er mit einem Betrag von deutlich mehr als 700 Milliarden Euro. Darunter leiden vor allem die Länder.
          FDP-Chef Christian Lindner im ARD-Interview

          TV-Kritik: Sommerinterviews : Nur posieren reicht nicht

          Christian Lindner und Robert Habeck treten in ARD und ZDF gegeneinander an – ohne dabei den jeweils anderen zu erwähnen. Während der FDP-Chef auf eine desinteressierte Fragestellerin trifft, geriert sich der Grünen-Vorsitzende als Schlitzohr.
          Gratulation vom Präsidenten: Emmanuel Macron (links) mit Julian Alaphilippe.

          Hochspannung beim Radsport : Frankreich dreht bei der Tour am Rad

          Was ist nur los bei dieser Tour de France? Alles, was sicher schien, ist ins Wanken geraten. Frankreich hat einen Mann im Gelben Trikot – und einen, der das wichtigste Radsport-Rennen der Welt gewinnen kann.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.