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Streit in der Linkspartei : Folgen einer Niederlage

Vorzeigefrau der Linkspartei: Sahra Wagenknecht Bild: dpa

Sahra Wagenknecht konnte sich nicht gegen Gregor Gysi durchsetzen. Wie auch: Der alte Fuchs steht unter Zeitdruck.

          Das ist ein schwerer Schlag für die Frauenbewegung. An dem Tag, an dem der Bundestag laut Frauenministerin Schwesig einen „historischen Schritt“ beim Unterbringen von Frauen in Aufsichtsräten getan hat, tritt die Vorzeigefrau der Linkspartei von ihrer Absicht zurück, gleichberechtigte Fraktionsvorsitzende neben dem Obermacho Gysi zu werden.

          Der alte Fuchs hatte die Fraktion bei der jüngsten Abstimmung über die Griechenlandhilfe gegen den Widerstand Wagenknechts im doppelten Sinne auf Regierungskurs gebracht: auch auf seinen Kurs, der auf eine Beteiligung an der nächsten Bundesregierung zielt. Gysi geht schließlich auf die Siebzig zu, da pressiert es langsam, wenn man noch einmal Minister werden will. Wagenknecht hat dafür noch reichlich Zeit, die sie mit linker Fundamentalopposition füllen will.

          Im Machtkampf mit Gysi über die strategische Ausrichtung der Linkspartei mussten Wagenknecht und die rote Eminenz an ihrer Seite eine weitere Niederlage einstecken. Jetzt schmollt sie. Doch ist auch in diesem Streit in der Linkspartei noch nicht aller Tage Abend.

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