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Streit in der AfD : Gauland will Doppelspitze beibehalten

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Minuten vor dem Ende der Doppelspitze: Jörg Meuthen (links) und Alexander Gauland nehmen am 16. Oktober Platz in der Bundespresskonferenz. Bild: SCHLUET/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Jörg Meuthen steht nach Frauke Petrys Rückzug allein an der Parteispitze. Das finden viele in der Partei gut. AfD-Fraktionschef Gauland zählt nicht dazu.

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          Drei Wochen vor dem Parteitag gibt es in der AfD neuen Streit um die Aufstellung an der Parteispitze. AfD-Fraktionschef Alexander Gauland sprach sich in der „Bild“ vom Samstag dafür aus, Anfang Dezember in Hannover abermals eine Doppelspitze zu wählen. „Es hat sich in der Bundespartei als vernünftiges Prinzip durchgesetzt, an der Spitze zwei Personen zu haben, die unterschiedliche Strömungen und Regionen repräsentieren.“

          Gauland sagte weiter: „Wir brauchen zwei Führungspersönlichkeiten, die zusammen im Team agieren“. Er sprach sich ausdrücklich dafür aus, „dass Jörg Meuthen eine dieser beiden Führungspersönlichkeiten ist“. Parteichef Meuthen steht nach dem Rückzug von Frauke Petry derzeit allein an der AfD-Spitze.

          Nach einem Bericht des „Focus“ gibt in der Partei allerdings auch starke Unterstützung für ein Modell, wonach Meuthen die AfD künftig alleine führen soll. Mindestens drei Landesverbände stünden hinter der Überlegung, auf dem Parteitag in Hannover die Doppelspitze durch einen einzelnen Sprecher zu ersetzen, berichtete das Magazin  unter Berufung auf informierte Parteikreise. Damit wäre der Weg für Meuthen, der zuletzt wegen seines Dopppelmandats im baden-württembergischen Landtag und im Europaparlament in die Kritik geraten ist, frei, die AfD alleine zu führen.

          Sollte es abermals eine Doppelspitze geben, gilt nach übereinstimmenden Berichten von „Bild“ und „Focus“ der Landeschef von Mecklenburg-Vorpommern, Leif-Erik Holm, als aussichtsreicher Kandidat. Holm ist auch stellvertretender AfD-Fraktionschef im Bundestag.

          Die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) war bei der Bundestagswahl zur drittstärksten Kraft gewählt worden und hatte 94 Sitze im Parlament bekommen.

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