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AfD : Strafanzeige gegen Lüth wegen Gewaltvorwurf

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Christian Lüth (hinten) mit dem AfD-Fraktionsvorsitzenden Alexander Gauland im Februar 2019 Bild: dpa

Der entlassene AfD-Sprecher Christian Lüth sieht sich nach einem Medienbericht auch mit dem Vorwurf konfrontiert, einer Frau mehrmals Gewalt angetan zu haben. Führende AfD-Politiker wussten demnach davon, bevor Lüth freigestellt wurde.

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          Gegen den geschassten AfD-Pressesprecher Christian Lüth liegt anscheinend eine Strafanzeige wegen schwerer körperlicher Angriffe auf eine junge Frau vor. Das berichtet die Zeitung „Welt am Sonntag“. Demnach waren Teile der AfD-Fraktion im Bundestag bereits über den Vorwurf informiert, bevor Lüth von seinem Posten als Leiter der Pressestelle freigestellt wurde.

          Lüth leitete die Pressestelle der AfD-Bundestagsfraktion bis zum vergangenen April. Offiziell begründet wurde seine Freistellung damals damit, dass sich Lüth in einem Chat selbst als „Faschisten“ bezeichnet hatte. Fristlos gekündigt wurde Lüth erst, als er im September abermals Schlagzeilen machte. In einem vermeintlich vertraulichen Gespräch in einer Berliner Bar soll er gesagt haben, Migranten könne man „erschießen“ oder „vergasen“. Er äußerte angeblich auch: „Je schlechter es Deutschland geht, desto besser für die AfD.“

          Die in der Strafanzeige beschriebenen Vorfälle sollen sich laut der Zeitung zu Anfang des Jahres ereignet haben. Die Anzeige ging demnach im Juni bei der Berliner Staatsanwaltschaft ein. Führende Politiker von Partei und Bundestagsfraktion waren nach den Recherchen jedoch bereits früher von den Vorwürfen unterrichtet. Im März sollen die AfD-Politiker Tino Chrupalla und Roman Reusch sich mit dem mutmaßlichen Opfer getroffen haben. Die junge Frau gab an, wenige Wochen später in der Angelegenheit auch mit dem AfD-Fraktionsvorsitzenden Alexander Gauland gesprochen zu haben. Lüth und auch Gauland äußerten sich gegenüber der Zeitung auf Anfrage nicht zu dem Vorgang.

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