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Sachsens CDU in der Krise : Die AfD im Nacken

  • -Aktualisiert am

Hier noch in Berlin: Thomas Feist musste das Verlieren gegen die AfD lernen. Mittlerweile hat er sein Büro in Berlin verloren. Bild: Christoph Rohrscheidt

In Sachsen bringt es nichts mehr, in der CDU zu sein. Die AfD greift durch ihre radikal rechte aber auch bürgerliche Position genau die Wähler ab, auf die die CDU immer zählen konnte – und wird damit zur gefährlichen Konkurrenz.

          Thomas Feist ist einer, der das Verlieren erst lernen musste. Der langjährige Bundestagsabgeordnete war ein Aufsteiger der sächsischen Union. Zweimal holte er seinen Leipziger Wahlkreis mit sicherem Vorsprung. Dann fehlten ihm im September 2017 plötzlich 1.200 Stimmen. Seitdem ist Feist raus aus dem Bundestag. „Es ist nicht von Vorteil, in der CDU zu sein, es ist eher ein Nachteil“, lautet seine Analyse heute. Feist verlor seinen Wahlkreis an einen Kandidaten der Linken. Schuld aber war ein anderer: der AfD-Bewerber, der Feist zehn Prozentpunkte abnahm. Vielen seiner Kollegen, die im Landtag sitzen, kann es bei der Wahl im nächsten Jahr ähnlich gehen. Die CDU würde damit das letzte Bundesland mit stabiler Hausmacht verlieren. Nach 28 Jahren als unangefochtene Regierungspartei hat sie mit der AfD eine gefährliche Konkurrenz bekommen. Als sie mit der NPD rang, die vor zehn Jahren die politische Landschaft Sachsens aufmischte, ging es um eine rechtsextremistische Partei. Heute heißt der Gegner AfD, eine Partei, die zugleich radikal rechts und bürgerlich ist – und damit wählbar für genau die Schichten, auf die die CDU immer zählen konnte.

          Zu Zeiten von Ministerpräsident Kurt Biedenkopf hatte die Union noch geradezu absolutistisch geherrscht. Bei der Bundestagswahl 2017 wurde die AfD dann stärkste Kraft – hauchdünn, aber eben vor der Union. Der droht nun, eine Partei wie jede andere zu werden. Bisher war sie die einzige, die Machtposten verteilen konnte. Der Nicht-mehr-Gewinner Thomas Feist meint, die CDU verliere jetzt Macht, eben weil sie die Macht so lange innehatte. „Die CDU wird verantwortlich gemacht für Probleme, die es gibt, egal wer an der Regierung ist“, sagt er. Bisher war das für die Christdemokraten nicht dramatisch, denn die anderen Parteien kamen nicht heran. Doch die AfD macht den Wandel in Sachsen denkbar. „Ein CDU-Parteibuch reicht heute nicht mehr aus, um gewählt zu werden“, sagt Feist. Er ist 53 Jahre alt, Musikwissenschaftler und Theologe, und musste immer Umwege gehen. Zu DDR-Zeiten blieb ihm das Studium verwehrt. Er arbeitete als Handwerker an der Leipziger Universität, bevor er sich dort einschreiben konnte. Nach dem Ende seiner Bundestags-Karriere ist er nun als politischer Berater tätig. Er hat gelernt: Ein Engagement für die CDU führe nicht mehr automatisch dazu, „dass man Wege geebnet bekommt“. Solche Sätze sind im CDU-Land Sachsen völlig neu – noch dazu von einem, dem bis vor kurzem noch alle Türen offen standen.

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