https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/stiko-empfiehlt-zweite-corona-auffrischungsimpfung-ab-60-jahren-18253219.html

Vierte Dosis : Stiko empfiehlt zweite Corona-Auffrischungsimpfung ab 60 Jahren

  • Aktualisiert am

Ein älterer Mann erhält im November 2021 in einem temporären mobilen Impfzentrum eine erste Auffrischungsimpfung gegen Covid-19. Bild: dpa

Bislang war eine zweite Auffrischungsimpfung Menschen erst ab 70 Jahren empfohlen worden. Bundesgesundheitsminister Lauterbach begrüßt die Neuerung.

          1 Min.

          Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die zweite Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus bereits ab 60 Jahren. Dadurch sollten besonders gefährdete Menschen noch besser vor schweren Covid-19-Erkrankungen und dadurch verursachten Todesfällen geschützt werden, teilte die Stiko am Donnerstag in Berlin mit. Bislang war eine zweite Auffrischungsimpfung Menschen erst ab 70 Jahren empfohlen worden.

          Durch eine weitere Auffrischungsimpfung mit den derzeit verfügbaren Impfstoffen wird dem Expertengremium zufolge bei den betreffenden Gruppen weiterhin ein sehr hoher Schutz gegen schwere Verläufe erzielt. „Es ist daher für die genannten Risikogruppen nicht empfohlen, auf einen angepassten Impfstoff zu warten und eine indizierte Impfung zu verschieben“, betonte die Stiko.

          Empfehlung auch für Jüngere mit Grunderkrankung

          Für Auffrischungsimpfungen soll in der Regel ein mRNA-Impfstoff verwendet werden. Dabei soll ein Mindestabstand von sechs Monaten zu einer vorangegangenen Coronainfektion oder -impfung eingehalten werden. In begründeten Einzelfällen kann der Abstand auch auf vier Monate verkürzt werden. Die Empfehlung gilt demnach auch für Kinder ab fünf Jahren mit einem erhöhten Risiko für schwere Covid-19-Verläufe infolge einer Grunderkrankung.

          Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) begrüßte die neue Empfehlung. „Ich bin froh, dass die Stiko diesen wichtigen und aus meiner Sicht fälligen Schritt heute gegangen ist“, sagte er dem Portal t-online. Immer noch seien die Fall- und Sterbezahlen zu hoch, die in Deutschland verfügbaren Impfstoffe aber schützten zuverlässig vor Tod und schwerem Verlauf. Auch er riet, nicht auf angepasste Impfstoffe zu warten und sich nun boostern zu lassen.

          Weitere Themen

          Kampf dem Ukrainertum

          FAZ Plus Artikel: Russische Geschichtsbilder : Kampf dem Ukrainertum

          Nach der Lesart von Präsidialhistoriker Wladimir Putin war Lenin der Schöpfer einer eigenständigen Ukraine. Tatsächlich war dessen Politik nur eine Reaktion auf die ukrainische Nationalbewegung, nicht ihr Auslöser. Ein Gastbeitrag.

          Topmeldungen

          Am Tag der Deutschen Einheit im Jahr 2021 ist eine Lichtshow auf der Fassade das Gebäude des hessischen Landtages zu sehen.

          Allensbach-Umfrage : Mehrheit glaubt an Sieg der Demokratie

          Der Ukrainekrieg stellt auch für die deutsche Bevölkerung eine Zeitenwende dar. Bemerkenswert ist der Glaube an die Überlegenheit freier Gesellschaftsordnungen gegenüber autoritären Regierungsformen.
          Es geschah am 22. April 2022: Auch von dem Freundschaftsbogen, der seit Sowjetzeiten in Kiew die historischen Bindungen zwischen Russland und der Ukraine symbolisierte, ist mittlerweile nicht mehr viel übrig.

          Russische Geschichtsbilder : Kampf dem Ukrainertum

          Nach der Lesart von Präsidialhistoriker Wladimir Putin war Lenin der Schöpfer einer eigenständigen Ukraine. Tatsächlich war dessen Politik nur eine Reaktion auf die ukrainische Nationalbewegung, nicht ihr Auslöser. Ein Gastbeitrag.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.