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Corona-Pandemie : STIKO empfiehlt Impfung nur für Kinder mit Vorerkrankungen

Nur Kinder und Jugendliche mit Vorerkrankungen sollen sich gegen Corona impfen lassen. Bild: dpa

Nur Kinder und Jugendliche mit bestimmten Krankheiten sollen sich gegen Corona impfen lassen. Alle anderen können das tun, wenn ein Arzt dazu rät – und die Minderjährigen sowie deren Eltern das Risiko akzeptieren.

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          Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt eine Corona-Schutzimpfung nur für Kinder und Jugendliche mit bestimmten Vorerkrankungen. Das geht aus dem internen Beschlussentwurf der Kommission hervor, welcher der F.A.Z. vorliegt. Zuerst hatte das Nachrichtenportal „Business Insider“ darüber berichtet. Die Empfehlungen beziehen sich ausschließlich auf eine Impfung mit dem mRNA-Präparat von BioNTech und Pfizer, der unter dem Handelsnamen Comirnaty geführt wird.

          Kim Björn Becker
          Redakteur in der Politik.

          Dem Beschlussentwurf der Fachleute zufolge gibt es ein erhöhtes Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf bei Kindern und Jugendlichen von zwölf bis 17 Jahren, wenn diese unter anderem an Fettleibigkeit oder bestimmten Erkrankungen des Immunsystems leiden. Auch eine ausgeprägte Herzschwäche sowie eine schwere Form der Zyanose, also eine blaue Verfärbung der Haut, spreche eher für die Impfung.

          Darüber hinaus sei eine Impfung bei bestimmten Formen des Bluthochdrucks sowie bei Lungenerkrankungen, bei denen die Lungenfunktion dauerhaft eingeschränkt ist, angezeigt. Auch das Down-Syndrom spreche für die Spritze. Schließlich gelten eine Einschränkung der Nierenfunktion, bösartige Tumorerkrankungen sowie chronische Erkrankungen des Nervensystems als Gründe für eine Corona-Schutzimpfung. Die Kommission führt auch „syndromale Erkrankungen mit schwerer Beeinträchtigung“ auf der Liste der relevanten Vorerkrankungen, ohne diese allerdings im Detail zu benennen.

          Die Impfkommission gibt aber noch weitergehende Empfehlungen ab. So rät sie auch dann zur Impfung von Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren, wenn „in deren Umfeld sich Angehörige oder andere Kontaktpersonen mit hoher Gefährdung für einen schweren Covid-19-Verlauf befinden, die selbst nicht geimpft werden können“. Dasselbe gilt, wenn der Verdacht besteht, dass der Impfschutz bei diesen Personen nicht ausreicht – dies betrifft zum Beispiel Patienten, deren Immunsystem im Zuge einer medizinischen Behandlung künstlich unterdrückt wird.

          Allen anderen Kindern und Jugendlichen rät die Impfkommission nicht zu einer Corona-Schutzimpfung. „Der Einsatz von Comirnaty bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 12-17 Jahren ohne Vorerkrankungen wird derzeit nicht allgemein empfohlen“, heißt es in dem Beschlussentwurf. Die Impfung sei aber „nach ärztlicher Aufklärung und bei individuellem Wunsch und Risikoakzeptanz des Kindes oder Jugendlichen beziehungsweise der Sorgeberechtigten“ möglich.

          Die Empfehlung soll am Donnerstag publiziert werden. Die neue Fassung werde dann im sogenannten Epidemiologischen Bulletin des Robert Koch-Instituts erscheinen, sagte eine RKI-Sprecherin am Montag auf Anfrage.

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