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Mehr als 200 neue Mitarbeiter : Bund der Steuerzahler kritisiert Personalausgaben der Regierung

  • Aktualisiert am

Blick auf das Bundeskanzleramt in Berlin: Dort sollen künftig 39 zusätzliche Mitarbeiter angestellt werden. Bild: dpa

Mit 709 Abgeordneten ist der Bundestag größer als je zuvor. Doch auch die Bundesregierung erreicht bei der Zahl ihrer Mitarbeiter einen neuen Höchststand – zum Ärger des Steuerzahlerbundes.

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          Der Bund der Steuerzahler kritisiert bei der nun abgeschlossenen Personalaufstellung der neuen Bundesregierung völlig unnötige Ausgaben auf Kosten der Bürger. „Leider setzt die große Koalition einen Trend fort, der sehr bedenklich ist“, sagte Präsident Reiner Holznagel der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. Es gebe bereits den größten Deutschen Bundestag mit 709 Abgeordneten. „Wir haben mittlerweile aber auch die größte Bundesregierung mit 35 parlamentarischen Staatssekretären und nun sollen auch noch 209 Spitzenbeamte und Angestellte in den Ministerien eingestellt werden“, kritisierte er. „Da kann man nur noch mit dem Kopf schütteln.“

          Es wäre besser gewesen, erst einmal mit dem vorhandenen Personal zu planen, sagte Holznagel. Sinnvoller wäre es auch, noch stärker bei der Polizei oder bei Bauämtern zu schauen, ob eine weitere Aufstockung sinnvoll sei. „Hier hätte ich mir mehr Demut vor dem Wähler gewünscht.“

          Auch die Opposition aus AfD, Linken, Grünen und FDP hatte den starken Stellenzuwachs scharf kritisiert. Allein im Bundesinnenministerium von Horst Seehofer (CSU), das um den Bereich Heimat erweitert wurde, sollen mehr als 100 Stellen geschaffen werden.

          Das Finanzministerium soll um 41 Mitarbeiter wachsen, was die SPD mit der Vizekanzlerfunktion von Minister Olaf Scholz (SPD) begründet. Von einem gleichwertigen Stellenwegfall im Auswärtigen Amt, in dem der bisherige Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) gearbeitet hat, ist bisher aber nicht die Rede. Das Kanzleramt von Angela Merkel (CDU) soll 39 neue Mitarbeiter bekommen, unter anderem für den Bereich Digitalpolitik.

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