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Steuer-Affäre Hoeneß : Wahlkampfgeschenk

Die SPD ist Uli Hoeneß zu Dank verpflichtet. Erst beriet er Steinbrück, jetzt verschafft er Gabriel Stoff für ein Spektakel.

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          Das 4:0 gegen Barcelona hat nicht einmal die Christlich-Soziale Union als himmlisches Zeichen deuten wollen, dass dem reuigen Steuersünder Hoeneß von allerhöchster Stelle vergeben sei. Einen derartigen Aberglauben verhindert schon die SPD in Gestalt ihres Vorsitzenden Gabriel, der auch in diesem Fall nicht von einer Beißhemmung befallen ist; anders als Steinbrück ließ er sich nicht von Hoeneß beraten. Dem Bayern-Präsidenten ist Gabriel dennoch zu Dank verpflichtet. Schließlich gestand dieser freimütig, dass er auf das Steuerabkommen mit der Schweiz gesetzt habe, das die SPD als unzureichend und ungerecht abgelehnt hatte.

          Mit diesem Geschenk will Gabriel im Doppelwahlkampf im Bund und in Bayern so lange wie möglich wuchern, weil sich aus der Jagd auf reiche Steuerhinterzieher ein noch größeres Spektakel machen lässt als aus der schon etwas abgegriffenen Nummer „Steuern rauf für Reiche“. Dem kleinen Steuerverkürzer von nebenan soll es aber noch nicht sofort an den Kragen gehen, denn der muss ja erst noch sein Kreuz bei der SPD machen.

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