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Klimawende : Für eine Transformation mit Herz

  • -Aktualisiert am

Auch sauberer Strom muss transportiert werden: Windräder und eine Hochspannungsleitung bei Salzgitter Bild: dpa

Uns erwartet ein sozial-ökologischer Umbau der Gesellschaft. Doch das muss man den Bürgern, die zwar für Schritte gegen den Klimawandel, aber kaum für persönliche Einschnitte sind, auch sagen. Ein Gastbeitrag.

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          Am Ende dieser Woche stellt das Klimakabinett Weichen. Maßnahmen zur Einsparung von CO2 sind zu beschließen. Zum Teil bedeutet das neue Koordinaten für unsere Industrie- und Konsumgesellschaft. Zugleich rücken Fragen der Verteilung und des (Lasten-)Ausgleichs in den Fokus. Umlagen und Bepreisungen werden notwendig, vor allem in den Bereichen Arbeit, Mobilität, Energie und Wohnen. Dies trifft eine Gesellschaft, die Klimaschutz nach Umfragen grundsätzlich will, persönliche Mehrkosten aber überwiegend ablehnt.

          Es gilt vorzusorgen, damit sich dieser Konfliktstoff nicht entzündet. Für Sozialkürzungen im Namen der Klimawende wird es gesellschaftlich keine Mehrheiten geben. Verläuft der Umbau hin zu einer klimaneutralen Gesellschaft mit kaltem Herzen, wäre mit Protest zu rechnen – zumal vor dem Hintergrund einer sich offenbar eintrübenden Konjunktur. Frankreichs „Gelbwesten“-Bewegung lässt grüßen. So weit darf und wird es bei uns nicht kommen. Die Politik muss sich in die Betroffenen hineinversetzen: Unter welchen Bedingungen können Pendler auf dem Land mit kleinem Einkommen, altem Auto und Öl-Heizung bei einer CO2-Bepreisung mitgehen? Das ist der Lackmustest.

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