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Stephan Weil im Interview : „Die SPD hat schwere Tage hinter sich“

Fordert eine Reform der SPD: Stephan Weil, niedersächsischer Ministerpräsident und Landesvorsitzender der SPD Niedersachsen, in seinem Dienstzimmer in der Staatskanzlei in Hannover (Archivbild). Bild: dpa

Niedrige Umfragewerte, innerparteiliche Querelen, eine Führungskrise: Die SPD steht am Scheideweg. Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil über den Zustand der Sozialdemokratie und die große Koalition in Hannover.

          6 Min.

          Herr Ministerpräsident, bei der SPD sind derzeit nicht nur die Umfragewerte im Sinkflug. Andrea Nahles sagt, es werde „auf die Fresse“ geben, Sigmar Gabriel instrumentalisiert seine kleine Tochter und der Juso-Vorsitzende zeigt dem Publikum den Mittelfinger. Ist das noch Politik oder schon Dschungelcamp?

          Reinhard Bingener
          Politischer Korrespondent für Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen mit Sitz in Hannover.

          Da haben Sie aber ganz verschiedene Obstsorten in einen Topf geworfen. Richtig ist: Das Erscheinungsbild der SPD aus den letzten Tagen müssen wir ganz sicher verbessern. Da halte ich es mit Hölderlin: Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch. Die Partei hat schwere Tage hinter sich, aber die Klärung ist auf dem Weg. Am 4. März haben wir das Ergebnis des Mitgliederentscheids und am 22. April eine neue Parteiführung. Wenn es nach mir geht, haben wir dann auf mittelfristige Sicht eine gute Lösung.

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