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Zweite Amtszeit : Steinmeier riskiert eine Niederlage

  • -Aktualisiert am

Steht für eine zweite Amtszeit als Bundespräsident bereit: Frank-Walter Steinmeier am Freitag in Berlin Bild: dpa

Frank-Walter Steinmeier strebt eine zweite Amtszeit als Bundespräsident an. Aber wer soll ihn wählen? Union und Grüne sind zurückhaltend.

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          Es war in jüngster Zeit nicht gerade das heißeste Thema in Berlin, schon gar nicht im Rest der Republik: Wer folgt auf Frank-Walter Steinmeier als Bundespräsident? Viele Menschen werden sich gerade erst allmählich an den Gedanken gewöhnen, dass im September ein neuer Bundestag gewählt wird und damit die Ära Merkel endet. Dass knapp fünf Monate später die Bundesversammlung darüber abstimmt, wer als Nachfolger von Frank-Walter Steinmeier ins Schloss Bellevue einzieht, beschäftigte nicht einmal die politischen Akteure in der Hauptstadt. Zu hören war bisher von erfahrenen Politikern die Einschätzung, Steinmeier werde sich Zeit lassen, bis er sich zu seiner Zukunft äußere.

          Eckart Lohse
          Leiter der Parlamentsredaktion in Berlin.

          Die Lage ist seit Freitagvormittag um 11 Uhr eine andere. Steinmeier, der bisher immer gesagt hatte, er werde sich zu gegebener Zeit zu einer zweiten Amtszeit äußern, hielt diese Zeit offenbar für gekommen und machte klar, dass er sein eigener Nachfolger werden will. „Ich möchte unser Land auf seinem Weg in die Zukunft begleiten, eine Zukunft nach der Pandemie, eine Zukunft nach Corona, die jetzt endlich in Sicht gerät“, begründete er seinen Wunsch.

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