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K-Frage : Steinbrück will Gabriel als Kanzlerkandidaten

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Blumen für den unterlegenen Kandidaten: der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel und Peer Steinbrück am Tag nach der Bundestagswahl, dem 23. September 2013, im Willy-Brandt-Haus in Berlin Bild: Matthias Lüdecke

Sigmar Gabriel soll nach dem Wunsch des ehemaligen Merkel-Herausforderers Peer Steinbrück der nächste Kanzlerkandidat der SPD werden. Einen Wahlerfolg traut er ihm allerdings nicht zu.

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          Der ehemalige Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hat sich für eine Kanzlerkandidatur des SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel in der kommenden Bundestagswahl ausgesprochen. „Unabhängig von seinem Amt als Parteichef ist Gabriel derjenige, der sich aufgrund seiner Fähigkeiten am besten für den Job des Kanzlerkandidaten anbietet“, sagte Steinbrück der „Bild am Sonntag“.

          Der frühere SPD-Kanzlerkandidat hält einen Wahlsieg seiner Partei mit ihrem derzeitigen Profil allerdings für unwahrscheinlich. „Wenn die SPD weiter so auftritt wie derzeit, wird sie es schwer haben über 30 Prozent zu kommen. Sie mobilisiert nicht, sie weckt keinen Enthusiasmus, sie reißt niemanden mit.“

          Kritik an eigener Partei

          Die SPD versäume es, zentrale Zukunftsfragen zu thematisieren und fixiere sich zu sehr auf das „Thema soziale Gerechtigkeit“, sagte Steinbrück, der bei der Bundestagswahl 2013 als Herausforderer von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) antrat und scheiterte.

          Die Debatte über einen Kanzlerkandidaten der SPD war durch Schleswig-Holsteins Ministerpräsidenten Torsten Albig (SPD) eröffnet worden. In einem Interview äußerte er die Überlegung, dass die SPD angesichts der großen Beliebtheit Merkels bei der Bundestagswahl 2017 auch auf einen Kanzlerkandidaten verzichten könnte. Für die SPD könne das Wahlziel auch lauten, an der nächsten Regierung wieder beteiligt zu sein, sagte Albig. In seiner Partei sorgte er damit für massive Verärgerung.

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