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Statistisches Bundesamt : So viele Ausländer wie noch nie in Deutschland

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

In Deutschland leben mehr als 7,6 Millionen Ausländer - ein Rekord in der Geschichte der Bundesrepublik. Drei Viertel der neu Registrierten kommen aus Staaten der EU.

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          Die Zahl der in Deutschland lebenden Ausländer hat einen neuen Höchststand erreicht. Ende 2013 verzeichnete das Ausländerzentralregister (AZR) 7,6 Millionen Menschen mit ausschließlich ausländischer Staatsangehörigkeit, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Das waren rund 419.900 mehr als im Jahr 2012. Dies sei der seit 1992 im Jahresvergleich höchste Anstieg gewesen, so die Statistiker. Damit habe sich ein seit 2011 zu beobachtender Trend verstärkt fortgesetzt.

          Laut Statistik kommen die im vergangenen Jahr neu ins AZR aufgenommenen Personen zu 75 Prozent aus Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU). Hier sind Personen aus den zehn Staaten, die 2004 der EU beitraten, zahlenmäßig am stärksten vertreten; in dieser Gruppe dominieren Polen und Ungarn. Am zweitstärksten vertreten sind Personen aus den drei Staaten, die seit 2007 beziehungsweise seit 2012 zur EU gehören; in dieser Gruppe dominieren Rumänen. An dritter Stelle rangieren Personen aus den von der Euro-Krise besonders betroffenen Mittelmeerstaaten; in dieser Gruppe nehmen Spanier und Griechen die ersten Plätze ein.

          Türkisch die häufigste ausländische Staatsangehörigkeit

          Die im AZR verzeichnete ausländische Bevölkerung aus Nicht-EU-Staaten nahm nach Angaben der Statistiker im Jahr 2013 um 103.800 Personen zu. Für den Zuwachs sorgten vor allem Zuwanderer aus Syrien und aus der Russischen Föderation. Die meisten der im vergangenen Jahr neu in das AZR aufgenommenen Personen ließen sich laut Statistik in Bayern nieder, gefolgt von Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Der prozentuale Anstieg war besonders stark ausgeprägt in den neuen Bundesländern ohne Berlin. In Berlin gab es mit 2,3 Prozent den im Ländervergleich geringsten prozentualen Anstieg.

          Wie die Statistik weiter ausweist, ist Türkisch im früheren Bundesgebiet einschließlich Berlin mit einem Anteil von 21 Prozent die häufigste ausländische Staatsangehörigkeit. In den neuen Ländern nähmen Polen, die Russische Föderation, Vietnam und die Ukraine die ersten Plätze ein. Die Türkei liege hier mit einem Anteil von 3,9 Prozent auf Platz 5.

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