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Nach Freispruch : Staatsanwaltschaft legt Revision gegen „Wehrhahn-Urteil“ ein

  • Aktualisiert am

An dem S-Bahnhof in Düsseldorf passierte vor 18 Jahren der Bombenanschlag. Bild: dpa

Wie angekündigt hat die Staatsanwaltschaft Revision gegen den Freispruch von Ralf S. eingelegt. Aus Sicht der Anklage hatten Zeugenaussagen und Indizien ihn als Verantwortlichen für den Bombenanschlag überführt.

          Der Rechtsstreit über den Bombenanschlag am Düsseldorfer S-Bahnhof Wehrhahn geht in die nächste Runde. Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen Revision gegen das vor einer Woche verkündete Urteil eingelegt, wie eine Gerichtssprecherin am Dienstag auf dpa-Anfrage in Düsseldorf bestätigte.

          Das Landgericht hatte in dem Indizienprozess im Zweifel für den Angeklagten entschieden und Ralf S. wegen einer „dürftigen Beweislage“ freigesprochen. Damit ist für das Attentat niemand zur Verantwortung gezogen worden.

          Am 27. Juli 2000 hatte die Detonation einer mit TNT gefüllten Rohrbombe am S-Bahnhof Wehrhahn zehn ausländische Sprachschüler teils lebensgefährlich verletzt. Durch die Metallsplitter starb ein ungeborenes Baby im Mutterleib. Bei den Opfern handelte es sich um Zuwanderer aus Osteuropa, viele von ihnen Juden.

          Das Landgericht habe nun etwa zwei Monate Zeit, das Urteil zu schreiben, erklärte die Sprecherin. Anschließend habe die Staatsanwaltschaft einen Monat, um zu begründen, welche Rechtsfehler aus ihrer Sicht eine Revision erfordern.

          Aus Sicht der Anklage hatten belastende Zeugenaussagen und Indizien Ralf S. als Täter überführt. Oberstaatsanwalt Ralf Herrenbrück hatte daher lebenslange Haft gefordert.

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