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Bundeswehr : Angriff auf Soldaten in Neukölln womöglich vorgetäuscht

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Eine deutsche Fahne an der Uniform eines Soldaten am Schießplatz Landstetten (Bayern) Bild: dpa

Im Juli wird ein türkischstämmiger Soldat in Berlin-Neukölln mit Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Er behauptet, er sei attackiert und fremdenfeindlich beschimpft worden. Nun glaubt die Staatsanwaltschaft, dass der Angriff womöglich nur vorgetäuscht war.

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          Der Angriff auf einen türkischstämmigen Bundeswehrsoldaten im September in Berlin-Neukölln wird von der Generalstaatsanwaltschaft Berlin angezweifelt. Das Verfahren sei eingestellt worden - stattdessen werde nun gegen den 25 Jahre alten Obergefreiten ermittelt, sagte der Sprecher Martin Steltner am Donnerstag. Er stehe unter Verdacht, „die Straftaten wohl vorgetäuscht“ zu haben. Das Motiv sei unklar.

          Demnach spreche vieles dafür: „Es wurden Zeugen vernommen, Videoaufnahmen ausgewertet und die Verletzungen untersucht“, erklärte Steltner. Der Bundeswehrsoldat hatte angegeben, im September an der Saalestraße von zwei Männern verfolgt und attackiert worden zu sein, als er dort in seiner Dienstuniform unterwegs war. Die Unbekannten sollten ihn getreten, geschlagen und beschimpft haben.

          Einer der Angreifer sollte gerufen haben, dass nur Deutsche eine Soldatenuniform tragen dürfen. An seinem Bein wurde eine Verletzung festgestellt, die der Soldat sich nach eigenen Angaben bei dem Angriff zugezogen haben soll. Der polizeiliche Staatsschutz hatte die Ermittlungen übernommen, weil zunächst von einem rassistischen Motiv ausgegangen worden war. Eine Spur zu den vermeintlichen Angreifern hatte sich jedoch nicht ergeben.

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