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Nach Tod des Altkanzlers : Witwe Kohls wollte keine Merkel-Rede bei Staatsakt

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Der vor wenigen Tagen verstorbene frühere Bundeskanzler Helmut Kohl am 3. Oktober 2010 in Berlin – gemeinsam mit seiner Frau Maike Kohl-Richter und Kanzlerin Angela Merkel Bild: AP

Bei dem europäischen Trauerakt für Helmut Kohl sollte die Bundeskanzlerin nach dem Willen von Kohls Witwe ursprünglich nicht reden. Erst Bedenken wegen eines Eklats brachten sie offenbar von diesem Wunsch ab.

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          Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sollte nach dem Willen von Maike Kohl-Richter ursprünglich nicht auf dem Trauerakt für den verstorbenen Altkanzler Helmut Kohl reden.

          Wie die Zeitschrift „Spiegel“ berichtet, präsentierte die Witwe in ersten Gesprächen mit Merkel die Idee, dass ausschließlich ausländische Gäste bei der Feier am 1. Juli in Straßburg sprechen sollten – unter anderem der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán, der zu den erbittertsten Gegnern von Merkels Flüchtlingspolitik zählt. Erst als Vertraute vor einem Eklat warnten, rückte Kohl-Richter von den Überlegungen ab.

          Ein Sprecher Merkels wollte sich zum Inhalt der Gespräche mit Kohl-Richter gegenüber der Zeitschrift nicht äußern.

          Kohl-Stiftung in Margot Honeckers Ministerium?

          Nach Informationen des „Spiegel“ gibt es im Kanzleramt bereits Pläne, eine staatliche Stiftung einzurichten, die sich um das Vermächtnis des Altkanzlers kümmern soll. Ein möglicher Standort könnte demnach ein Bürogebäude an der Ecke Unter den Linden/Wilhelmstraße in Berlin sein, in dem zu DDR-Zeiten das Volksbildungsministerium von Margot Honecker untergebracht war.

          Zuletzt war nach dem Tod Helmut Schmidts eine Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung eingerichtet worden, die über ein Jahresbudget von 2,6 Millionen Euro verfügt.

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