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Staatliche Imamausbildung : Die Dominanz von Ditib und Ko aufbrechen

Ditib-Moschee in Köln: Künftig sollen Imame des Verbandes in der Eifel ausgebildet werden. Bild: dpa

In Osnabrück sollen künftig mit staatlicher Förderung Imame ausgebildet werden – eine Kampfansage an große Islamverbände wie Ditib. Diese wollen keinesfalls die Kontrolle über die Ausbildung der Imame verlieren.

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          In Deutschland gibt es mittlerweile vielerorts die Möglichkeit, an einer staatlichen Universität islamische Theologie zu studieren. Für junge Muslime, die später als Imam in einer Moscheegemeinde arbeiten möchten, endet das Studium oft jedoch gleich zweifach in einer Sackgasse: Es fehlt an Möglichkeiten, sich nach dem akademischen Studium in Deutschland in einem Imam-Seminar die erforderlichen religionspraktischen Kenntnisse anzueignen. Und es fehlt an Jobangeboten von Gemeinden, die einen hierzulande ausgebildeten Geistlichen anstellen möchten und sich dies auch leisten können.

          Reinhard Bingener

          Politischer Korrespondent für Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen mit Sitz in Hannover.

          Nun wird an einer Lösung dieser beiden schon seit langem bekannten Probleme gearbeitet: Am 21. November wurde der Verein „Islamkolleg Deutschland“ gegründet, der als Träger eines neuen Imam-Seminars im niedersächsischen Osnabrück fungieren soll. Das Vorhaben ist heikel, denn im Kern handelt es sich bei der Neugründung um einen Angriff auf große Islamverbände wie die Ditib. Diese wollen keinesfalls die Kontrolle über die Ausbildung der Imame verlieren, denn über sie können sie das religiöse Profil des Islam in Deutschland entscheidend prägen.

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