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Sprengstofffund im Garten : KSK-Soldat wieder auf freiem Fuß

  • Aktualisiert am

Das Abzeichen des Kommandos Spezialkräfte (KSK) an einem Barett Bild: dpa

Das Oberlandesgericht hat den Haftbefehl gegen den langjährigen Angehörigen der Bundeswehr-Eliteeinheit aufgehoben. Seine Bewegungsfreiheit aber bleibt beschränkt.

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          Ein Bundeswehrsoldat des Kommandos Spezialkräfte (KSK), in dessen Garten im nordsächsischen Collm illegale Waffen und Sprengstoff gefunden worden waren, ist wieder auf freiem Fuß. Das Oberlandesgericht Dresden habe den Haftbefehl unter Auflagen außer Vollzug gesetzt, teilte eine Sprecherin am Freitag mit. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.

          Nachdem die Auflagen erfüllt worden seien, sei der Mann entlassen worden, teilte ein Sprecher des Landgerichts Leipzig am Freitag auf Anfrage mit. Unter anderem wurde eine Sicherheitsleistung in Höhe von 15.000 Euro hinterlegt. Zudem muss sich der Soldat wöchentlich bei der Polizei melden und darf Deutschland nicht verlassen.

          Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden hatte Anfang November Anklage gegen den 45 Jahre alten Feldwebeldienstgrad erhoben und beim Landgericht Leipzig eingereicht. Dem langjährigen KSK-Angehörigen wird demnach vorgeworfen, gegen das Waffen- und das Sprengstoffgesetz verstoßen zu haben. Bei einer Durchsuchung seines Grundstücks im Mai dieses Jahres waren unter anderem ein Sturmgewehr samt Munition und zwei Kilogramm Sprengstoff sichergestellt worden. Ob und wann das Hauptverfahren vor dem Landgericht Leipzig eröffnet wird, ist noch unklar.

          Das Kommando Spezialkräfte wird nach einer Reihe rechtsextremer Verdachtsfälle gegenwärtig umgebaut. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hatte dem KSK dabei Anfang November Fortschritte attestiert. Es bleibt aber weiter auf Bewährung. Über die Zukunft der EIite-Einheit soll erst in einigen Monaten abschließend entschieden werden.

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