https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/spd-will-schroeder-loswerden-die-partei-will-ballast-abwerfen-18230483.html

Schröder und die SPD : Nur ein Ausrutscher?

  • -Aktualisiert am

Gerhard Schröder vor einer Anhörung im Wirtschaftsausschuss des Deutschen Bundestages zum Projekt Nord Stream 2 am 1. Juli 2020. Bild: dpa

Die SPD schafft Hartz IV ab, aber Altkanzler Schröder wird sie nicht los. Die Partei versucht, Ballast abzuwerfen. Das ist nicht nur klug. Denn Scholz steht jetzt vor ähnlichen Problemen wie Schröder.

          3 Min.

          Die SPD räumt auf. Und zwar in den Ecken, in denen sich seit knapp zwanzig Jahren viel Unrat gesammelt hat – so sieht es zumindest die Partei selbst. Denn sie räumt auf mit der Schröder-Ära und schließt gerade ab mit den Agenda-Reformen und Hartz IV. Stattdessen wird es bald das Bürgergeld geben, es soll wieder mehr ge­fördert werden und weniger gefordert. Das war der Satz, den der da­malige Bundeskanzler Gerhard Schröder 2002 prägte. Und kann es deswegen Zufall sein, dass dieser Tage Arbeitsminister Hubertus Heil Hartz IV beerdigt?

          So weit, dass die SPD ihren ersten Kanzler seit Helmut Schmidt aus der Partei wirft, ist es einstweilen aber nicht gekommen. Die Schiedskommission des SPD-Unterbezirks Hannover sah am Montag keine Veranlassung, den vormaligen Parteivor­sitzenden zu rügen oder gar aus der Partei auszuschließen. Ein Verstoß gegen die Parteiordnung liege nicht vor, befand das Gremium.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Schule für das Leben: Ball der Waffenbrüderschaft im November 1987 in der MfS-Bezirksverwaltung Dresden

          Putin in der DDR : Eine gute Schule für das Leben

          Fünf Jahre arbeitete Wladimir Putin als KGB-Offizier in Dresden. Stasi-Unterlagen aus dieser Zeit verraten mehr über den russischen Präsidenten, als diesem lieb sein dürfte. Ein Gastbeitrag.
          In Deutschland können die Partner ihren künftigen Namen nicht frei auswählen – wie es zum Beispiel in Schweden der Fall ist.

          Hochzeitsserie – Teil 10 : Ein Relikt des Patriarchats

          Noch immer tappen viele Frauen bei der Heirat in die Traditionsfalle und geben ihren Mädchennamen ab. Paare mit hoher Bildung entscheiden sich aber immer häufiger anders – und eine neue Option ist in Sicht.