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Kandidatur für Parteivorsitz : Vizechef des SPD-Wirtschaftsforums will Partei leiten

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Robert Maier, Vizechef des SPD-Wirtschaftsforums Bild: © Wirtschaftsforum der SPD e.V. / Nanna Heitmann

Der 39 Jahre alte Start-up-Unternehmer Robert Maier fordert einen Kurswechsel der SPD bei den Themen innere Sicherheit, Migration und Wirtschaft. Vor allem neue Technologien böten neue Chancen. Einen Linksruck der Partei lehnt er ab.

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          Im Rennen um den künftigen SPD-Vorsitz hat der Vizepräsident des SPD-Wirtschaftsforums, Robert Maier, seine Kandidatur angekündigt. „Ich möchte deutlich andere Schwerpunkte setzen als die aktuelle Parteiführung, sowohl beim Thema Sicherheit und Migration als auch bei wirtschaftlichen Themen“, sagte Maier der „Welt“ (Montag). Er wolle „nicht tatenlos zusehen, wie das Land nach rechts rückt und unsere SPD den Bach runtergeht“. Im August will Maier für seine geplante Kandidatur die nötige Unterstützung von fünf SPD-Unterbezirken organisieren. „Erste positive Signale habe ich bereits erhalten.“

          Der 39 Jahre alte Start-up-Unternehmer aus Berlin kritisierte: „Es fehlt eine mutige und offene Diskussion der Missstände in diesem Land.“ Es gebe eine große Besorgnis rund um das Thema Migration und Sicherheit. „Die Menschen fragen sich, ob der Staat sie schützen kann und ihre Sorgen ernst nimmt. Darauf hat die SPD keine Antwort“, beklagte Maier. Auch fehle seiner Partei Zukunftsoptimismus hinsichtlich der Digitalisierung und neuer Technologien. „Einen Linksruck der SPD mit Kollektivierungs- und Enteignungsplänen lehne ich entschieden ab“, machte Maier deutlich.

          Mit Blick auf die Wirtschaft forderte Maier von seiner Partei Zukunftsoptimismus: Digitalisierung und neue Technologien böten erhebliche Chancen zum Wohle der Menschheit und der Wirtschaft. Die SPD solle Zukunftstechnologien als Möglichkeit zur Verbesserung der Lebensqualität und zum ökonomischen Fortschritt begreifen und den Menschen die Angst davor nehmen, forderte der Start-up-Unternehmer.

          Bis zum 1. September haben Kandidaten für die Nachfolge der zurückgetretenen Parteichefin Andrea Nahles noch Zeit, um sich zu bewerben. Öffentlich bekannt sind bisher die Bewerbungen von Europa-Staatsminister Michael Roth und der ehemaligen nordrhein-westfälischen Familienministerin Christina Kampmann, der Bundestagsabgeordneten Karl Lauterbach und Nina Scheer sowie der Oberbürgermeister von Flensburg und Bautzen, Simone Lange und Alexander Ahrens. Der Vorsitz soll dann nach einer Mitgliederbefragung auf einem Parteitag Anfang Dezember besetzt werden.

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