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SPD-Vorsitz : Stephan Weil verzichtet auf Kandidatur

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Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil im Juni in Hannover Bild: Daniel Pilar

Der niedersächsische Ministerpräsident Weil soll seinen Verzicht den Interims-Vorsitzenden mitgeteilt haben, berichten Medien. Statt dessen wolle er Generalsekretär Klingbeil unterstützen. Der hat sich aber noch nicht erklärt.

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          Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) will einem Bericht zufolge nicht für den Parteivorsitz der SPD kandidieren. Weil habe seinen Verzicht am Wochenende in einer Telefonschalte den kommissarischen SPD-Vorsitzenden Manuela Schwesig, Malu Dreyer und Thorsten Schäfer-Gümbel mitgeteilt, berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Bezug auf Parteikreise.

          Der Ministerpräsident habe demnach zudem erklärt, dass er SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil bei einer Bewerbung unterstützen werde. Klingbeil werden seit längerem Ambitionen auf den SPD-Vorsitz nachgesagt. Wie Weil kommt er aus Niedersachsen. Noch bis zum 1. September können sich Interessenten als Einzelkandidaten oder als Kandidaten-Duo für die Nachfolge von Andrea Nahles an der SPD-Spitze bewerben.

          Ihre Kandidatur erklärt haben bislang Außen-Staatsminister Michael Roth und die frühere NRW-Landesministerin Christina Kampmann, die sich den Parteivorsitz teilen wollen. Ein weiteres Kandidaten-Duo besteht aus dem Gesundheitsexperten Karl Lauterbach und seiner Fraktionskollegin Nina Scheer. Auch der 79 Jahre alte frühere Abgeordnete Hans Wallow hat seine Kandidatur erklärt.

          Nach dem Ende der Bewerbungsfrist sollen sich die Kandidaten auf 20 bis 30 Regionalkonferenzen der Basis präsentieren. Im Oktober dann dürfen die rund 440.000 SPD-Mitglieder in einem Basisentscheid ihren Kandidaten oder ihr Kandidatenteam für die Parteispitze bestimmen.

          Das Ergebnis des Mitgliederentscheids soll am 26. Oktober vorgestellt werden. Sollte kein Kandidat beziehungsweise kein Doppelteam mehr als 50 Prozent der Stimmen erhalten, soll es einen Stichentscheid zwischen den beiden Erstplatzierten geben. Anfang Dezember soll dann der SPD-Parteitag den oder die Gewinner des Mitgliederentscheids formell an die SPD-Spitze wählen.

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