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SPD-Vorsitz : Die Letzten könnten die Ersten sein

Am Anfang unterschätzt, am Ende aber vielleicht siegreich? Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken am vergangenen Freitag in Neubrandenburg Bild: Andreas Pein

Sie stehen weder für einen Generationswechsel noch für radikale Positionen. Und dennoch kommt das Team Esken und Walter-Borjans beim Kampf um den SPD-Vorsitz gut an.

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          Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans sind das bemerkenswerteste Paar im bunten Reigen der Kandidaten für den SPD-Parteivorsitz. Sie sind zuletzt gestartet, noch dazu unter widrigen Umständen. Denn just am Tag, als sie ihre Kandidatur bekanntgaben, meldete sich auch der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert zu Wort: Er wolle nicht kandidieren. Das fand mehr Aufmerksamkeit. Aber nach und nach – die Strecke ist ja lang genug – holte das Team Esken und Walter-Borjans auf, überholte die ersten gegnerischen Teams und setzte sich in der Spitzengruppe fest. Wenn nicht alles täuscht, fahren die beiden auf gleicher Höhe mit Klara Geywitz und Olaf Scholz. Und das, wo doch Scholz als Finanzminister, Vizekanzler und stellvertretender Parteivorsitzender als der haushohe Favorit antrat. Was macht Esken und Walter-Borjans so stark?

          Für Walter-Borjans, der auch gern Nowabo genannt wird, war das Format der Konferenzen erst einmal gewöhnungsbedürftig. Als er noch in Nordrhein-Westfalen mitregierte, gab es so etwas nicht wie jetzt das SPD-Spektakel. Castingshow! Politik als Unterhaltung! Da reißen Gesine Schwan und Ralf Stegner schon eher vom Hocker, wenn sie ihren Witz aufblitzen lassen und sich bei den Pointen gegenseitig zu übertreffen suchen.

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