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Bayerischer Abgeordneter : Karl-Heinz Brunner will SPD-Chef werden

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Ein konservativer SPD-Politiker: Karl-Heinz Brunner im Juni bei einer Rede im Bundestag Bild: dpa

Der 66 Jahre alte Politiker gehört dem konservativen Seeheimer Kreis in der SPD an. Er geht offenbar zunächst ohne weibliche Ko-Kandidatin ins Rennen.

          Rund zwei Wochen vor Bewerbungsschluss hat ein weiterer SPD-Politiker einem Medienbericht zufolge angekündigt, für den Vorsitz der Partei zu kandidieren. Der Bundestagsabgeordnete Karl-Heinz Brunner aus Bayern sagte der „Augsburger Allgemeinen“, er wolle sicherstellen, dass im Auswahlprozess „die ganze Vielfalt der Partei widergespiegelt wird“. Vor den im September beginnenden Regionalkonferenzen zur Vorstellung der Kandidaten sehe er einen „deutlichen Überhang der Groko-Gegner und des linken Parteispektrums“.

          Dem Bericht zufolge will der 66 Jahre alte SPD-Politiker zunächst ohne weibliche Ko-Kandidatin ins Rennen gehen. Das von der Partei gewählte Verfahren, bereits im Vorhinein auf die Bildung von Bewerberpaaren zu setzen, halte er ohnehin für „unglücklich“, sagte Brunner.

          Der gebürtige Münchner war 1982 in die SPD eingetreten. Von 1990 bis 2002 war er Bürgermeister der Stadt Illertissen. Seit 2013 gehört er dem Bundestag an. Dort ist er unter anderem Mitglied des Verteidigungsausschusses.

          Die Bewerbungsfrist bei der SPD läuft noch bis 1. September. Die neue SPD-Spitze soll dann in einer Mitgliederbefragung faktisch bestimmt und auf einem Parteitag Anfang Dezember gewählt werden. Bislang haben mehrere Duos und zwei Einzelbewerber ihre Kandidaturen angekündigt.

          Zusammen antreten wollen unter anderem der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius und die sächsische Integrationsministerin Petra Köpping, die Bundestagsabgeordneten Nina Scheer und Karl Lauterbach sowie die SPD-Politiker Gesine Schwan und Ralf Stegner antreten.

          Am Wochenende bestätigte Bundesfinanzminister Olaf Scholz, dass er sich um das Amt des SPD-Chefs bewerben wird. Er will ebenfalls für eine Doppelspitze antreten, hat aber noch keinen Namen für die Ko-Kandidatur genannt.

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