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Jasper von Altenbockum (kum.)

Neuanfang : Glück auf, SPD!

Zieht ins letzte Gefecht: Finanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz. Bild: Reuters

Sarkasmus, Häme, Zynismus, Spott – die SPD muss viel ertragen. Und das ist noch nicht das Ende vom Lied.

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          Wie viele Kandidaten es auch immer sein werden, die sich um den SPD-Vorsitz bewerben (bei siebzehn oder mehr wird es hoffentlich nicht bleiben), sie werden es in den kommenden Wochen sehr schwer haben, den Eindruck zu verwischen, hier beschäftige sich eine Partei vor allem mit sich selbst. Sarkasmus, Häme, Zynismus, Spott – die SPD muss deshalb viel ertragen. Und das ist, da sich hier die mitunter plumpeste Parteienverdrossenheit austoben darf, sicher noch nicht das Ende vom Lied.

          Es war zwar richtig, nach dem Rücktritt von Andrea Nahles nicht gleich den nächsten Vorsitzenden im Fegefeuer des „Neuanfangs“ zu verbrennen. So allerdings müssen sich Sozialdemokraten aus der ersten Reihe zurecht fragen lassen, was sie eigentlich unter Führung verstehen. Die einen sagten ab, die anderen, vorneweg ein sichtlich verärgerter Stephan Weil, taktierten so lange herum, bis sie ausgebremst wurden, in diesem Fall von Boris Pistorius.

          Dass Lars Klingbeil absagt, weil er „keine Partnerin“ gefunden habe, die „zu hundert Prozent gepasst“ hätte, wird Nahles im Nachhinein noch einmal bestätigen, dass es mit solchen Männern zwecklos gewesen wäre, auf Besserung zu hoffen. Immerhin: Olaf Scholz hat jemanden gefunden. Auch und vor allem für ihn gilt nun, dass er ins letzte Gefecht zieht. Glück auf!

          Eines der acht Duos: Boris Pistorius und Petra Köpping Bilderstrecke
          Kandidaten für Vorsitz : Sie wollen die SPD retten
          Jasper von Altenbockum
          Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

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