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SPD-Vorschlag : Katholische Bischöfe strikt gegen „Ehe für alle“

  • Aktualisiert am

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, spricht mit dem Berliner Erzbischof Heiner Koch. Bild: dpa

Die katholische Kirche besteht auf dem Unterschied zwischen eingetragener Lebenspartnerschaft und Ehe: Auf den Vorschlag, der aus der SPD kommt, reagieren die deutschen Bischöfe mit „verfassungsrechtlichen Bedenken“.

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          Die SPD stößt mit ihren Plänen für eine „Ehe für alle“ auf deutlichen Widerspruch der katholischen Kirche in Deutschland. „Die deutschen Bischöfe sprechen sich gegen eine Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Partnerschaften aus. Sie teilen die verfassungsrechtlichen Bedenken, die gegen eine einfachgesetzliche Einführung einer Ehe für alle vorgetragen werden“, sagte Erzbischof Heiner Koch, Vorsitzender der Kommission für Ehe und Familie der Bischofskonferenz, der Passauer Neuen Presse (Mittwoch).

          Es gebe aus Sicht der Bischöfe einen klaren Unterschied zwischen eingetragenen Lebenspartnerschaften und Ehe, fügte Koch hinzu. „Anders als die Ehe kann die eingetragene Lebenspartnerschaft aus sich heraus keine Kinder hervorbringen“, so der Berliner Erzbischof. „In diesem Sinne hat auch Papst Franziskus in seinem Schreiben Amoris Laetitia festgehalten, dass Partnerschaften von Personen gleichen Geschlechts nicht einfach mit der Ehe gleichgestellt werden können, weil ihnen die Weitergabe des Lebens verschlossen ist, die die Zukunft der Gesellschaft sichert.“

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