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SPD-Vorsitz : Unterlegenes Kandidatenpaar wünscht sich Scholz und Geywitz

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Die Kandidatenduos Pistorius/Köpping und Geywitz/Scholz Anfang September bei einer SPD-Regionalkonferenz in Sachsen-Anhalt. Bild: dpa

Die Vorletzten der ersten Wahlrunde unterstützen Schwergewicht Olaf Scholz – angeblich vor allem wegen der Biographie von dessen Co-Kandidatin Klara Geywitz. In der SPD sorgen solche Wahlaufrufe vor der Stichwahl für Ärger.

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          Im Rennen um den SPD-Vorsitz hat nun auch eines der unterlegenen Kandidatenduos seine Zurückhaltung aufgegeben und eine klare Wahlempfehlung abgegeben. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius und die Sächsin Petra Köpping schlugen sich auf die Seite von Vizekanzler Olaf Scholz und Klara Geywitz.

          „Unsere SPD braucht in den kommenden Jahren eine Ost-West-Doppelspitze. Es geht um unterschiedliche Lebenserfahrungen und Blickwinkel. Deswegen werden wir in der Stichwahl Klara Geywitz und Olaf Scholz unterstützen“, sagte Pistorius der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Köpping, die sächsische Integrationsministerin ist, ergänzte, dass sie sich im Gegenzug eine entsprechende Politik erhoffe. „Ich erwarte von Klara Geywitz, dass sie erkennbar die ostdeutsche Perspektive einnimmt und damit einen Beitrag hin zu einer gesamtdeutschen Politik leistet.“

          Stichwahl um Parteivorsitz

          Scholz und Geywitz hatten knapp 23 Prozent der Stimmen erhalten. Sie treten in einer Stichwahl gegen die Bundestagsabgeordnete Saskia Esken und den früheren nordrhein-westfälischen Finanzminister Norbert Walter-Borjans (21 Prozent) an, die für einen eher linken Kurs stehen und die Große Koalition in Berlin kritisch bewerten.

          Nach dem ersten Wahlgang hatte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil die Parteielite aufgerufen, die Entscheidung der Mitglieder nicht durch Wahlempfehlungen zu beeinflussen. Zunächst hatten sich alle daran gehalten. Inzwischen haben sich aber auch andere hochrangige Parteimitglieder – etwa Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil oder die Bundesminister Heiko Maas, Christine Lambrecht und Franziska Giffey – für Geywitz und Scholz ausgesprochen, was in der Partei scharfe Kritik ausgelöst hat.

          Das drittplatzierte Kandidaten-Duo Christina Kampmann und Michael Roth (16 Prozent) vermied es dagegen, sich auf eine namentliche Unterstützung festzulegen. Köpping und Pistorius waren mit knapp 15 Prozent der Stimmen auf Platz fünf von sechs gelandet.

          Die SPD-Basis stimmt in der Stichwahl vom 19. bis zum 29. November darüber ab, welches der beiden verbliebenen Bewerberduos den Vorsitz übernehmen soll. Das Ergebnis der Mitgliederbefragung ist rechtlich nicht bindend. Formal wird die künftige Parteispitze auf dem SPD-Parteitag vom 6. bis 8. Dezember in Berlin bestimmt.

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