https://www.faz.net/-gpf-a3lof

Vorstoß der SPD : Vermieter sollen sich künftig an steigenden Heizkosten beteiligen

  • Aktualisiert am

Ab 2021 macht der CO2-Preis das Heizen mit Öl und Gas teurer. Nach Plänen einiger SPD-geführter Ministerien sollen Vermieter einen Teil mittragen. Bild: dpa

Mit dem CO2-Preis wird das Heizen ab kommenden Jahr teurer. Die Hälfte der zusätzlichen Kosten sollten die Eigentümer übernehmen, fordern drei SPD-geführte Ministerien.

          1 Min.

          Wenn der CO2-Preis ab 2021 das Heizen mit Öl und Gas verteuert, sollten aus Sicht der SPD-geführten Ministerien für Finanzen, Umwelt und Justiz Vermieter die Hälfte der zusätzlichen Kosten tragen. Das geht aus einem Entwurf gemeinsamer Eckpunkte der drei Ressorts hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Zuerst hatte die „Rheinische Post“ darüber berichtet. Die Ministerien schlagen darin vor, „die Umlage der CO2-Kosten auf die Mietenden auf maximal 50 Prozent zu begrenzen“ - Vermieter dürften also höchstens die Hälfte der Kosten, die ab 2021 zunächst Jahr für Jahr ansteigen, auf die Miete aufschlagen.

          Der CO2-Preis verteuert ab 2021 sowohl Benzin und Diesel als auch Heizöl und Erdgas, erst nur ganz wenig, dann Jahr für Jahr etwas mehr bis 2025. Wie es danach weitergeht, ist noch offen. Ziel ist, fossile Brenn- und Kraftstoffe weniger attraktiv zu machen und zum Umstieg auf klimafreundlichere Alternativen anzuregen. Mieter haben das bei Heizungen allerdings in der Regel nicht selbst in der Hand. Ob die alte Ölheizung ausgetauscht wird, entscheidet der Vermieter.

          Im Klimaschutzprogramm 2019 hatte die schwarz-rote Koalition daher vereinbart, „eine begrenzte Umlagefähigkeit der CO2-Bepreisung“ zu prüfen“. Das setze für Vermieter einen Anreiz, in klimaschonende Heizungen und gute Isolierung zu investieren, und für Mieter, beim Heizen Energie zu sparen.

          Mehr Transparenz für Verbraucher

          Brennstofflieferanten sollen dann verpflichtet sein, auf der Rechnung den Anteil des CO2-Preises an den Kosten auszuweisen. Die neue Regelung sollte aus Sicht der Ministerien mit Beginn des nationalen CO2-Preises ab 1. Januar 2021 gelten - und nicht nur für Wohnungen, sondern auch für Gewerbemieten.

          Weitere Themen

          Brasiliens Regenwald stirbt dahin

          Abholzung nimmt stark zu : Brasiliens Regenwald stirbt dahin

          Brasilien hat sich zu einem Stopp der illegalen Abholzung verpflichtet. Zuletzt schrumpfte der Regenwald aber so viel wie seit 2008 nicht. Verantwortlich sind Holzfäller, Rinderzüchter, Bodenspekulanten – und ein uneinsichtiger Präsident.

          Topmeldungen

          Macbook Air, Macbook Pro und Mac Mini

          Macbook mit M1-Chip im Test : Potzblitz

          Die neuen M1-Rechner von Apple laufen nicht nur besser als gedacht, sondern sind Tempomaschinen. Geht es um die Software-Kompatibilität, gibt es eine große Überraschung.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.