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SPD-Krise : Nicht wundern

SPD ganz groß: Die Bühne beim Landesparteitag in Baden-Württemberg Bild: dpa

Gesine Schwan und Ralf Stegner stehen für politisches Gewicht und Lebenserfahrung. Das Wie ihrer Kandidatur indes spricht Bände über den Zustand der Partei.

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          Gesine Schwan und Ralf Stegner brächten ohne Zweifel mehr politisches Gewicht und noch mehr Lebenserfahrung mit als alle anderen Sozialdemokraten, die bisher ihren Kandidatenhut in den Ring geworfen haben, in dem die Partei bis Dezember eine neue Führung gefunden haben will.

          Immerhin wäre Stegner der erste aus dem engsten Führungszirkel der Partei, der sich zutraut, nicht nur als Landespolitiker in die Annalen der traditionsreichsten Partei Deutschlands einzugehen. Gesine Schwan hingegen, die ehemaligen Universitätspräsidentin und zweimalige Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin, dürfte in dem Duo eine Doppelrolle als Sympathieträgerin und vielseitig beschlagene elder stateswoman einnehmen.

          Doch spricht es Bände über den Zustand der SPD, dass sie ihr Heil von dem gelungenen Ausgang politischen Paarungsverhaltens abhängig gemacht hat und sich überdies alle Zeit der Welt nimmt, das Machtvakuum an der Spitze zu füllen. Dass die Partei weder im Bund noch in den Ländern aus dem Meinungstief herauskommt, sollte die SPD-Spitze am wenigsten verwundern.

          Daniel Deckers

          in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.

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