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SPD-Kanzlerkandidat : Scholz’ doppelter Wahlkampf

Noch kein Kandidat der Herzen? Olaf Scholz Mitte April Bild: Bloomberg

Der Kanzlerkandidat der SPD kämpft gegen seine Wettbewerber. Zwei wichtige Auftritte stehen ihm bevor. Aber erst mal sucht er Rückhalt in den eigenen Reihen – das allein ist eine Herausforderung.

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          Zukunft, Respekt, Europa“, so steht es auf einer Pappwand im Atrium des Willy-Brandt-Hauses. An den Wänden hängt eine Fotoausstellung, die in Corona-Zeiten kaum jemand besichtigen darf. Von der Berliner SPD-Parteizentrale aus wirkt Olaf Scholz derzeit fast ausschließlich. Wahlkampfreisen und Termine außerhalb werden noch ein paar Wochen lang die Ausnahme bleiben.

          Peter Carstens
          Politischer Korrespondent in Berlin

          Scholz konzentriert sich gegenwärtig auf die eigene Partei. Das ist auch nötig. Denn er ist für viele Mitglieder noch kein Kandidat der Herzen geworden. Vier- bis fünfmal pro Woche veranstaltet Scholz digitale Abende mit Genossinnen und Genossen in den Wahlkreisen. Am Dienstag war er in Hannover zu Gast, davor in Freising-Pfaffenhofen, Neumünster und Waldeck. Sein Ziel ist es, alle 299 Wahlkreise zumindest virtuell zu besuchen. Natürlich würde Scholz lieber direkt mit den Leuten reden. Aber da der Hanseat weder ein großer Schulterklopfer noch ein Gemeinschaftstrinker ist, schadet es ihm auch nicht so sehr, dass er gegenwärtig nur per Bildschirm mit den anderen verbunden sein kann.

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