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Entscheidung um SPD-Führung : Stegner kritisiert Kühnerts „Karriere-Ambitionen“

  • Aktualisiert am

Ralf Stegner und Kevin Kühnert im Januar in Kiel Bild: dpa

Aus Respekt vor dem Mitgliedervotum bei der SPD, das noch bis zum 29. November läuft, solle man eigene Äußerungen zurückstellen, findet Parteivize Ralf Stegner. Außerdem wirft er Simone Lange fehlende Solidarität vor.

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          Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Ralf Stegner hat das öffentliche Nachdenken des Juso-Chefs Kevin Kühnert über eine Kandidatur für das Amt des Vizevorsitzenden kritisiert. Einen Tag nach Beginn der Stichwahl der SPD-Mitglieder zum Parteivorsitz sagte Stegner der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Aus Respekt vor dem Mitgliedervotum finde ich die Ankündigung eigener Karriere-Ambitionen bei anderen nicht gut und äußere mich auch selbst erst dann, wenn das Ergebnis des Votums feststeht.“ Die Stichwahl läuft noch bis 29. November.

          Kühnert hatte eine Kandidatur auf dem SPD-Parteitag Anfang Dezember für den Vorstand angekündigt. Der „Süddeutschen Zeitung“ sagte er zudem auf die Frage, ob er sich den Posten des stellvertretenden Parteivorsitzenden vorstellen könne: „Das würde ich zumindest nicht ausschließen, dass das passieren könnte. Wir müssen ja jetzt nicht um den heißen Brei herumreden. Na klar.“

          Stegner teilte auch gegen die Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange aus. Sie gebe „ein ganz trauriges Beispiel für unsolidarisches Verhalten in der SPD ab“, sagte Stegner. Lange hatte vorher in einem offenen Brief den Kandidaten für den SPD-Vorsitz Olaf Scholz kritisiert. Sie hatte dem Vize-Kanzler und der mit ihm antretenden Klara Geywitz politische Glaubwürdigkeit und Überzeugungskraft abgesprochen. Deshalb werde sie, Lange, in der Stichwahl für Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken votieren. Stegner sagte darauf, Langes Kritik an Scholz sei „destruktiv und im Ton unterirdisch“.

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