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NRW-Landtag : SPD-Abgeordneter rettet Leben von AfD-Mitarbeiter

  • Aktualisiert am

Serdar Yüksel ist seit 2010 Abgeordneter im NRW-Landtag. Bild: privat

Ein wissenschaftlicher Mitarbeiter der AfD bricht mitten in einer Ausschusssitzung mit schweren Herzproblemen zusammen. Serdar Yüksel von der SPD und FDP-Abgeordnete Susanne Schneider können ihn wiederbeleben.

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          Zwei Abgeordnete von SPD und FDP haben am Mittwoch im Gesundheitsausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags offenbar einem wissenschaftlichen Mitarbeiter der AfD-Fraktion das Leben gerettet. Das berichtet die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“. Demnach brach der Mitarbeiter während der Sitzung mit Herzproblemen zusammen.

          Zur Hilfe eilten vier Teilnehmer des Ausschusses, darunter Serdar Yüksel von der SPD und Susanne Schneider von der FDP. Yüksel stellte den Herz- und Atemstillstand fest und begann umgehend mit einer Herzdruck-Massage, Schneider übernahm die Mund-zu-Mund-Beatmung. Mit Erfolg: Der Verletzte soll nach einigen Minuten wieder ansprechbar gewesen sein. Die nach rund zehn Minuten eingetroffenen Rettungssanitäter brachten ihn in ein Krankenhaus.

          Nach Angaben der AfD besteht keine Lebensgefahr mehr für den Mann. Der Fraktionsvorsitzende Markus Wagner dankte Schneider und Yüksel in einer E-Mail „ausdrücklich und sehr herzlich für ihre lebensrettende Aktion“. Den beiden gebühre Respekt dafür, in der entscheidenden Situation einen kühlen Kopf und das nötige Fachwissen zur Hilfe gezeigt zu haben.

          Yüksel ist gelernter Intensiv-Krankenpfleger, Schneider hat eine Ausbildung zur Krankenschwester. Viele hätten sich nun bei ihm bedankt, sagte der SPD-Mann am Mittwochabend in einem Facebook-Video. „Für mich ist das eine Selbstverständlichkeit, dass ich geholfen habe, und es sollte auch eine Selbstverständlichkeit sein.“ Dem Mitarbeiter wünsche er nun eine schnelle Genesung. Den Dank wolle er deshalb an Ärzte und Pfleger weitergeben, die tagtäglich Leben retten und nicht in der Zeitung stehen. Der Bochumer SPD-Politiker war bis zu seiner Wahl in den nordrhein-westfälischen Landtag 15 Jahre lang Intensivpfleger im Marienhospital Gelsenkirchen und hat Gesundheitsmanagement studiert.

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