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Gegenwind aus Niedersachsen : Vorbehalte gegen Kanzlerkandidatur von Gabriel

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Parteichef ist nicht gleich Kanzlerkandidat, zumindest in der SPD: Sigmar Gabriel erhält Gegenwind aus den eigenen Reihen. Bild: dpa

Wer soll Kanzlerkandidat der SPD werden? Laut einem Bericht rücken etliche Sozialdemokraten von Parteichef Sigmar Gabriel ab. Vor allem aus Niedersachsen kommt Widerspruch.

          In der SPD gibt es einem Zeitungsbericht zufolge Vorbehalte gegen eine Kanzlerkandidatur von Parteichef Sigmar Gabriel. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ vom Freitag berichtet, trugen niedersächsische SPD-Bundestagsabgeordnete bei einer Sitzung am Donnerstag massive Zweifel an der Eignung des Politikers an Fraktionschef Thomas Oppermann heran. Ausgangspunkt war demnach eine entsprechende Unterstützung für Gabriel aus Nordrhein-Westfalen.

          Die Abgeordneten begründeten ihre Skepsis dem Bericht zufolge mit dem mangelnden Vertrauen von großen Teilen der Bevölkerung in Gabriel. Sie bezogen sich auf Rückmeldungen von der Basis und ihre Erfahrungen aus dem zurückliegenden Kommunalwahlkampf in Niedersachsen. Oppermann versuchte demnach, die Kritiker zu besänftigen und verwies nach Angaben von Teilnehmern auf Gabriels gute Arbeit.

          Viele der etwa 20 Abgeordneten äußerten sich in der Sitzung der Landesgruppe ähnlich, wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete. Fraktionschef Oppermann gilt als Unterstützer Gabriels. Als Alternative zu dem Parteichef werden als mögliche Kanzlerkandidaten auch EU-Parlamentspräsident Martin Schulz und Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz diskutiert.

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