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Gegensätzliche Gesetzentwürfe : Organe spenden leichtgemacht

Herz, Leber, Lunge: Anatomisches Modell eines Menschen Bild: dpa

Jens Spahn setzt auf Widerspruch, Annalena Baerbock auf Entscheidungsfreude. Eine Gemeinsamkeit haben ihre beiden Pläne für die Organspende aber immerhin.

          7 Min.

          Voraussichtlich Mitte Januar entscheidet der Bundestag über die Organspende. Zwei Gesetzentwürfe gibt es, und wer sich daran macht, die Namen auf den beiden Listen zu zählen, kommt beim einem auf 226 und beim anderen auf 194. In beiden Listen sind ein paar bekannte Namen dabei und etliche nicht so bekannte. Entscheidend ist aber, wie viele Namen fehlen. Nämlich die jener Abgeordneter, die noch nicht wissen, wie sie abstimmen. In den Büros heißt es übereinstimmend: Das wird ein Rennen Kopf an Kopf.

          Florentine Fritzen

          Redakteurin in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Es ist selten, dass im Bundestag über zwei so unterschiedliche Lösungsvorschläge für ein Problem abgestimmt wird. Beiden ist gemeinsam, dass sie die Zahl der Organspenden in Deutschland erhöhen wollen. Die einen aber meinen: Die Bürger müssen stärker als bisher angestupst werden, sich als Spender bereitzuerklären. Die anderen halten dagegen: Alle Deutschen sollen automatisch zu Spendern erklärt werden – es sei denn, sie widersprechen.

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