https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/spahn-will-seelische-abtreibungsfolgen-erforschen-16033678.html

Fünf Millionen für Studie : Spahn will seelische Abtreibungsfolgen erforschen

  • Aktualisiert am

Gesundheitsminister Jens Spahn soll Extra-Mittel aus dem Bundeshaushalt bekommen. Bild: dpa

Vier Jahre lang soll des Gesundheitsministerium laut eines Zeitungsberichts jeweils 1,25 Millionen Euro extra aus dem Bundeshaushalt erhalten. Die SPD sagt, es sei „ein Skandal, für solchen Unsinn Millionen auszugeben“.

          1 Min.

          Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erhält für eine umstrittene Studie zu den seelischen Folgen von Schwangerschaftsabbrüchen einem Zeitungsbericht zufolge fünf Millionen Euro extra aus dem Bundeshaushalt. Wie die „Bild am Sonntag“ unter Berufung auf Regierungskreise berichtete, erhält das Bundesgesundheitsministerium laut der am Mittwoch genehmigten Kabinettsvorlage für die Durchführung der Studie in den Haushaltsjahren 2020 bis 2023 jeweils 1,25 Millionen Euro zusätzlich.

          Der SPD-Bundestagsabgeordnete Florian Post kritisierte die Finanzspritze. Es sei „ein Skandal, für solchen Unsinn Millionen auszugeben“, sagte er der „BamS“.

          Die Bundesregierung hatte am Mittwoch die Lockerung des Werbeverbots für Schwangerschaftsabbrüche auf den Weg gebracht. Die im Kabinett beschlossene Reform des Strafrechtsparagrafen 219a sieht vor, dass Ärzte, Krankenhäuser und Einrichtungen künftig darüber informieren dürfen, dass sie Abtreibungen vornehmen. Außerdem soll es eine von der Bundesärztekammer geführte Liste mit Ärzten geben, die Schwangerschaftsabbrüche anbieten.

          Der Union war anders als der SPD für die Beibehaltung des Werbeverbots für Abtreibungen. Die Vorsitzenden von CDU und CSU, Annegret Kramp-Karrenbauer und Markus Söder, hatten deshalb angekündigt, den Gesetzentwurf genau zu prüfen. Spahn hielt zudem an seinem umstrittenen Vorhaben fest, eine Studie zu den seelischen Folgen von Schwangerschaftsabbrüchen erstellen zu lassen. Die SPD lehnt die Studie ab.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Anshu Jain war eine so leidenschaftliche wie umstrittene Führungsfigur.

          Zum Tode Anshu Jains : Ein Treiber und Getriebener

          Als Co-Vorstandsvorsitzender verkörperte Anshu Jain über viele Jahre das Investmentbanking einer Deutschen Bank, die mit den amerikanischen Riesen der Branche wetteifern wollte. Nun ist er mit 59 Jahren gestorben.
          Videokonferenz zwischen Joe Biden und Xi Jinping im November 2021.

          China und Amerika : Ist ein Krieg noch zu vermeiden?

          Ob und wie sich der Wettkampf der Systeme kontrollieren lässt, wird öffentlich bislang kaum debattiert. Der Weckruf des ehemaligen australischen Premierministers Kevin Rudd ist angesichts der Taiwankrise aktuell wie nie.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.