https://www.faz.net/-gpf-ac9jo

Spahn-Wieler-Pressekonferenz : RKI stuft Gefährdungslage auf „hoch“ herunter

  • Aktualisiert am

Lothar Wieler und Jens Spahn am Dienstag in Berlin Bild: AFP

Trotz wieder leicht steigender Infektionszahlen sieht RKI-Chef Wieler Deutschland nicht vor einem neuen exponentiellen Wachstum. Gesundheitsminister Spahn warnt vor Übermut.

          1 Min.

          Das Robert Koch-Institut stuft nach sechs Monaten die Risikobewertung für Deutschland von sehr hoch auf hoch zurück. Das teilte Institutspräsident Lothar Wieler am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Berlin mit. Wieler machte dafür die zurückgehenden Zahlen an neu gemeldeten Corona-Infektionen und an Corona-Patienten auf den Intensivstationen verantwortlich. „Das alles sind sehr gute Nachrichten“, sagte er. Die dritte Welle in Deutschland sei gebrochen worden. Das gelte auch im Lichte der zuletzt wieder leicht gestiegenen Infektionszahlen. Einen abermaligen exponentiellen Wiederanstieg sehe er momentan aber nicht. 

          Zu verdanken sei die Entwicklung den Menschen, die sich in den vergangenen Monaten an die Schutzregeln gehalten, ihre Kontakte reduziert und sich hätten impfen lassen. Nun gehe es darum, die Zahlen weiter zu senken. Öffnungsschritte dürften nur verantwortungsvoll und umsichtig erfolgen. Das Virus werde bleiben und endemisch werden. Schutz biete nur die Impfung. Wer sich nicht impfen lasse, sei dem Coronavirus schutzlos ausgeliefert. Und um weitgehend auf Maßnahmen verzichten zu können, müssten „mehr als 80 Prozent“ der Menschen im Land einen Immunschutz aufbauen, entweder durch vollständige Impfung oder durch durchgemachte Infektion plus Impfung. Eine einmalige Impfung biete noch nicht ausreichend Schutz vor einer Infektion.

          Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte, sollten die Infektionszahlen weiter sinken, werde die „Bundesnotbremse“ nach seiner Ansicht Ende Juni auslaufen. Die ansonsten geltenden Schutzbestimmungen blieben intakt. Setze sich der positive Trend fort, könne es „ein richtig guter Sommer werden“.

          Vieles werde möglich, aber wenn eine entsprechende Mutation auftrete, könne es wieder zu hohen Inzidenzen kommen. Darum gelte es, noch eine Weile durchzuhalten und nicht übermütig zu werden. „Party machen auf ganz engem Raum“ sei nach wie vor keine gute Idee. Bis Mitte Juni solle nach heutigem Stand zwischen 80 und 90 Prozent der Impfwilligen ein Impfangebot gemacht werden.

          Weitere Themen

          Merkel spricht bei Erdoğan Lage deutscher Häftlinge an Video-Seite öffnen

          Abschiedsbesuch in Istanbul : Merkel spricht bei Erdoğan Lage deutscher Häftlinge an

          Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bei ihrem Besuch in Istanbul die Situation in der Türkei inhaftierter deutscher Staatsbürger angesprochen. Einige von ihnen sitzen wegen der Unterstützung kurdischer Gruppen in Haft, die von der türkischen Regierung als „terroristisch“ eingestuft werden.

          Die Abrechnung der Jungen Union

          Kritik an Parteispitze : Die Abrechnung der Jungen Union

          Fehlende thematische Positionierung, Störfeuer aus Bayern und eine Kampagne, die zum Teil „nur noch zum Haare raufen“ gewesen sei: Der Parteinachwuchs ist beim Deutschlandtag gereizt.

          Topmeldungen

          Woran festhalten, was erneuern? Hendrik Wüst blickt nach vorne.

          Kritik an Parteispitze : Die Abrechnung der Jungen Union

          Fehlende thematische Positionierung, Störfeuer aus Bayern und eine Kampagne, die zum Teil „nur noch zum Haare raufen“ gewesen sei: Der Parteinachwuchs ist beim Deutschlandtag gereizt.
          Die unbekannte Oberschicht, hier mal wieder reduziert auf maßlos überteuerte Handtaschen.

          Soziologie : Unbekanntes Wesen Oberschicht

          Anders als die Gruppe der Niedrigverdiener und die Mittelklasse ist die reiche Oberschicht soziologisch kaum erforscht. Umso trefflicher lässt sich darüber streiten.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.